Eintracht Gommern, Tabellendritter der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, entwickelt sich immer mehr zu einem Lieblingsgegner der SG Empor Klein Wanzleben. Die Empor-Elf hat ihr Spiel am Sonnabend mit 4:2 (2:1) gewonnen und ihre Serie gegen die Eintracht nach den beiden Siegen der vergangenen Saison mit einer überragenden Leistung fortgesetzt.

Klein Wanzleben. Der Sieg war völlig verdient, auch wenn die Gäste mit dem Schiedsrichterkollektiv haderten.

Die Einheimischen gingen in die vom Wind geprägte Partie bei guten Platzbedingungen mit hoher Motivation und zeigten auch, wozu sie trotz einiger Ausfälle in der Lage sind. Nach einem Abtasten in der ersten Viertelstunde ging Empor in Führung, als Jan Flügel nach einer Flanke von Jens Ferl überlegt das 1:0 markierte. Dies hielt nicht lange, denn nach einem sehenswerten Spielzug kam der Gast durch Stridde aus Nahdistanz zum Ausgleich (24.).

Nur vier Minuten später fasste sich Neuzugang Chris Wiedenbein ein Herz – sein Schuss aus 30 Metern wurde mit der erneuten Führung belohnt. Diese brachte die Gäste auf die Palme, weil sie den Ball nicht hinter der Torlinie gesehen haben. Der Schiedsrichterassistent bestätigte jedoch seine Entscheidung auch nach dem Schlusspfiff mit der Bemerkung: "Klar hinter der Linie!" Nach dieser überflüssigen Diskussion seitens der Gäste hätte Empor durch Reimo Pape die Führung sogar noch ausbauen können (36.).

Auch die Pausengetränke taten den Gästen nicht gut, obwohl sie elanvoll starteten. So verhinderte Daniel Methner den Ausgleich, als er den Ball an die Torlatte lenkte. Drei Minuten später war es dann doch geschehen, als Stridde nach einem Freistoß abermals abstaubte (51.). Trotz des Gegenwindes ließ sich Empor nicht beeindrucken und holte zu Gegenschlägen aus. Der erstmals eingesetzte Meik Skowasch bewies Mut, drang im Eins-gegen-Eins in den Strafraum ein und wurde dort gefoult. Der Elfmeterpfiff kam und Steffen Dänicke erwies sich einmal mehr als sicherer Vollstrecker.

Danach war Empor weiter am Drücker, scheiterte aber mehrmals aus Nahdistanz. Gommern versuchte mit Auswechslungen, wenn auch fehlerhaft und zu Recht mit Gelb bedacht (insgesamt acht Karten), die Wende einzuleiten. Ohne Erfolg allerdings. Stattdessen sorgte Jens Ferl in der Nachspielzeit mit einem bemerkenswerten Solo für die endgültige Entscheidung.

Ein Sieg zur richtigen Zeit für die Grün-Roten, die aber nun nicht wie vor Jahresfrist die Zügel schleifen lassen sollten, sondern an diese Leistung unbedingt anknüpfen müssen.

Empor Klein Wanzleben: Methner – S. Dänicke, Wesemann (46. Skowasch), Maier, Jordan, Pape, Wiedenbein (63. Gajewski, 77. N. Braun), Flügel, Gawrosch, F. Dänicke, Ferl.

Tore: 1:0 Flügel (14.), 1:1 Stridde (20.), 2:1 Wiedenbein (24.), 2:2 Stridde (51.), 3:2 S. Dänicke (64. FE), 4:2 Ferl (90.+3).

Zuschauer: 66.

Schiedsrichter: Matthias Pagen (Mieste).