Irxleben (kkr). Sachsen-Anhalt-Ligist SV Irxleben ist die Überraschung im Rennen um den Frauenhandball-Landespokal versagt geblieben. Die Mannschaft um Trainer Thomas Görlich hat nach dem 22:27 im Finalhinspiel auch das Rückspiel gegen die SG Bandits Magdeburg/Barleben mit 28:29 (14:14) verloren, aber kämpferisch eine Galavorstellung abgeliefert.

Die jungen Banditen hatten aus dem Hinspiel gelernt und wollten keinen Zweifels an ihrer Überlegenheit aufkommen lassen. So legten sie bis zum 5:2 vor. Danach begann ein offener Schlagabtausch, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Beim 8:8 war die Heimsieben das erste Mal wieder auf Augenhöhe. Danach wechselten sich beide in der Führung ab und beim Stand von 14:14 die Seiten.

In der Halbzeitansprache hatte SVI-Trainer Görlich kaum etwas auszusetzen, denn bis dahin hatte seine Mannschaft eine der besten kämpferischen Leistung der gesamten Saison abgeliefert. Irxleben markierte gleich den ersten Treffer im zweiten Durchgang. Nach dem Ausgleichstreffer der Bandits begann die beste Phase der Irxleber Frauen. Sie bissen sich in des Gegners Spielfeldhälfte fest und zeigten sehenswerten Handball. Der Kampf wurde belohnt und die Irxleberinnen setzten sich auf 20:17 ab. Doch erzielten die jungen Banditen postwendend wieder den Ausgleich. In der 47. Minute gab es ein Schlüssel-erlebnis für die Heimmannschaft. Tina Arendt wollte einen Konterball streitig machen und prallte dabei ungünstig mit der Gästespielerin zusammen. Da sie von der Seite kam und die junge Banditin in der Vorwärtsbewegung und somit zuletzt am Ball war, bekam Arendt zu Recht die Rote Karte, denn sie vereitelte mit ihrer Aktion eine klare Torchance. Das hieß gleichzeitig, dass die Heimsieben nun überhaupt keine Wechseloption mehr hatte. Zehn Minuten vor Schluss hatten die Aebi-Schützlinge mit einer doppelten Unterzahl zu kämpfen, überstanden diese Zeit aber mehr als schadlos, denn sie schafften es trotzdem, zwei Tore zu werfen. Irxleben war zu diesem Zeitpunkt nicht clever genug, um diese Unterzahl zum eigenen Vorteil zu nutzen.

Eine Minute vor Schluss der Begegnung erzielte Kerstin Lincke den Ausgleich, bezahlte diesen auch teuer. Durch eine Berührung im Zweikampf während des Wurfes verlor sie die Körperkontrolle, schlug direkt mit dem Gesicht auf dem Hallenboden auf und brach sich bei dieser Aktion das Nasenbein. Für sie war die Partie damit beendet. Trainer Görlich monierte hier ein Foul bei den Schiedsrichtern und bekam daraufhin eine Zeitstrafe ausgesprochen, so dass die Irxleberinnen das Spiel zu Fünft beenden mussten. Mit dem letzten Angriff trafen die Bandits zum 29:28-Endstand.

SV Irxleben: Kling, Schöneck - Arendt, Anika Kracht (9/7), Lincke (8), Stolz (5), Jennifer Reß, Zornemann (3), Kerstin Kracht (3).

Zeitstrafen: Irxleben 2, Rot gegen Tina Arendt; Bandits 4. Siebenmeter: Irxleben 7/7. Bandits 2/1.

Spielfilm: 1:0, 2:2, 3:5, 8:8, 10:10, 11:12, 14:13, 14:14 / 15:14, 17:15, 20:17, 22:20, 24:24, 25:26, 27:28, 28:29.