Haldensleben. In der Fußball-Landesklasse, Staffel 1, schlug sich das buchstäblich letzte Aufgebot den Haldensleber SC II gegen den bereits feststehenden Aufsteiger in die Landesliga, den Möringer SV, ganz wacker. Am Ende hieß es nur 2:0 für die haushoch favorisierten Gäste.

Gastgeber Haldensleben II hatte alle Mühe, die Mannschaft voll zu bekommen. Da die Partie später begann, wurde sie auf dem Nebenplatz im Waldstadion ausgetragen, um den Beginn des nachfolgenden Verbandsligaspiels nicht zu verzögern. Die erste Mannschaft stellte kurzfristig noch einige Spieler ab, so dass Krause und Lehrmann jeweils nur eine gute halbe Stunde durchhalten mussten, ehe mit Stach und Gassel Verstärkung auflaufen konnte.

Die Zuschauer sahen die im Vorfeld erwartete Dominanz der Gäste. Allerdings stockte es im Getriebe des Möringer SV gehörig. Die zusammengewürfelte Haldensleber Truppe hielt tapfer dagegen und bereitete den Angreifern aus der Altmark gehörige Probleme. Schon bald machte sich Gästetrainer Olaf Harfenmeister über das Unvermögen seiner Mannen lautstark Luft. Arne Habeney im HSC-Kasten war nahezu immer auf dem Posten und strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Auch, als er im eigenen Fünf-Meter-Raum mal eben zwei Möringer mit dem Ball am Fuß "auswackelte". Beim 0:1 in der 27. Minute durch Seguin hatte er keine Abwehrchance, denn da ließ seine Abwehr den Torschützen einfach mal frei ziehen. Was die Gäste so nebenher so alles verballerte rief nicht nur bei den mitgereisten Fans Kopfschütteln hervor. Und der HSC II sorgte bei zwei gefährlichen Standardsituationen für mächtig Aufregung.

In der zweiten Hälfte suchten die Möringer weiter nach ihrem Spiel, fanden es aber zu keiner Phase der spielerisch eher dürftigen Begegnung. Selbst freistehend scheiterten die Altmärker an Habeney oder an ihren Nerven. Haldensleben II kam in der 65. Minute zu einer Riesenchance durch Stallmann, der nur um Millimeter am langen Pfosten vorbeischob. Dann legte er auf (67.), doch weder Prosovsky noch Ohrdorf trafen in das gähnend leere Gästetor. Quasi im Gegenzug fiel die Entscheidung durch Pusch (70.). Mit ein wenig Glück hätten die Gastgeber für eine Riesenüberraschung sorgen können, da der Spitzenreiter einen wirklich schlechten Tag erwischt hatte.

Haldensleber SC: Habeney - Klapputh, Schunaev, Thanhthuan, Lehrmann (38. Gassel), Schiefer, Ohrdorf, Prosovsky, Stallmann, Heuer, Krause (34. Stach)

Tore: 0:1 (27. Seguin), 0:2 Pusch (70.)