Haldensleben (mkü). In der Sachsen-Anhalt-Liga unterlag der HSV Haldensleben bei der TSG Calbe 20:34. Es gibt einen Grund, warum Spielprotokolle im Handball Platz für 14 Akteure haben. Beim HSV Haldensleben blieben hier sechs Plätze in Calbe unbesetzt. Das ist sicher ein Grund für die deutliche Niederlage im letzten Saisonspiel. Der andere Grund ist die Fahrlässigkeit bei der Chancenverwertung. Der HSV vergab außerdem noch drei Siebenmeter.

Erneut stellte sich Oldie "Maxe" Michael Möritz, der genauso aushalf wie René Eichhorst, in den Dienst der Mannschaft. Der HSV begann eigentlich gut und ließ Calbe nicht zu weit enteilen. Aber bereits in Abschnitt eins war zu erkennen, wie limitiert die Gäste in ihren Mitteln - vor allem im Angriff - waren. Immerhin spielte Dennis Domann eine gute erste Halbzeit im HSV-Tor. Calbe führte, wie über die gesamte Partie, mit 13:9 zur Pause, ohne selbst überzeugt zu haben. Mitte der zweiten Halbzeit skandierten einige Zuschauer angesichts der mäßigen Partie laut "Aufhören". Beide Teams hatten mit der Hitze in der Halle, den oft seltsamen Entscheidungen der Schiedsrichter und den eigenen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Es schien als würden sie das Ende der Saison herbeisehnen.

In der 40. Minute hieß es 18:16. Der HSV hatte sich wieder herangepirscht, um danach kollektiv ein zu brechen. Die einfachsten Dinge klappten nicht mehr. Calbe nutzte dies zu schnellen Toren und versöhnte so wenigstens die eigenen Zuschauer. Die Haldensleber wurden schließlich beim 34:20 von der Schluss-Sirene erlöst, konnten aber zumindest erhobenen Hauptes vom Feld gehen. So beendete die Truppe von Barbara Hoffmann die Saison auf einem, an der Personaldecke gemessenen, respektablen neunte Platz.

HSV Haldensleben: Domann, Wiechmann - Marvin Möritz (2), Michael Möritz (2), Krüger (4), Teßmann (3/1), Fister (4/1), Eichhorst (5)

Zeitstrafen

HSV 5, Calbe 3

Siebenmeter

HSV 5/2, Calbe 7/7