Haldensleben (fbo). Zu seiner Jahreshauptversammlung hatte der Handballsport Haldensleben seine Mitglieder in die Heimspielstätte Ohrelandhalle geladen. Rund zehn Prozent der Stimmberechtigten waren anwesend, damit mehr als zu vorherigen Veranstaltungen dieser Art.

Weil Vereinsvorsitzender Lutz Pfeiffer aus persönlichen Gründen nicht dabei sein konnte, übernahm Vorstandsmitglied Bodo Zeymer die Erörterung des Jahresberichts. 2010 hatte der HSV 303 Mitglieder, damit genau eines mehr als im Vorjahr. Im Gegensatz zu anderen Großvereinen im Land können die Haldensleber so auf leicht steigende und zumindest stabile Mitgliederzahlen verweisen. Seit Vereinsgründung 2005 hat der HSV hier eine eindeutig positive Entwicklung genommen. Etwa die Hälfte der HSV-Sporttreibenden sind Kinder und Jugendliche (159). Nicht ohne Stolz ging Zeymer auch auf die 13 Mannschaften ein, von denen acht im Nachwuchsbereich aktiv sind. In der seit letztem Wochenende abgeschlossenen Saison schaffte der HSV Haldensleben erneut zahlreiche Erfolge. Zu nennen sind hier in erster Linie die weibliche C-Jugend, die zweitbeste Mannschaft Ostdeutschlands wurde, und der Klassenerhalt sowohl für die erste als auch für die zweite Männermannschaft. Nach etlichen Abgängen im letzten Sommer und damit einhergehenden erheblichen personellen Problemen war damit nicht unbedingt zu rechnen. Zu den Höhepunkten der letzten Spielserie gehörten außerdem der zweite Platz für das Frauen-Drittliga-Team bei der Sportlerwahl 2010, der Stern des Sports im November, die Auszeichnung mit dem DHB-Jugendpreis im Mai, die Ausrichtung der Norddeutschen C-Jugend-Meisterschaft im April und die Ernennung zur Handballfördergruppe Nord und zum Leistungsstützpunkt des Landesverbandes HVSA.

Der Manuel-Naruhn-Cup im Januar gehört inzwischen schon zur Tradition und erlebte 2011 wiederum eine Aufwertung - auch weil zwei Zweit-ligisten daran teilnahmen. Über 2000 Euro kamen außerdem für den guten Zweck zusammen.

Problematisch stellte sich im letzten Jahr erneut die Schiedsrichteranzahl im Verein dar. Der HSV wirbt daher vereinsintern um weitere Ausbildungen. "Ziel ist es, in der kommenden Saison drei neue Unparteiische zu gewinnen", so Zeymer. Verbesserungswürdig ist auch das Vereinsleben an sich: Große und teamübergreifende Veranstaltungen blieben aus, hier möchte man an alte Zeiten anknüpfen und die soziale Komponente eines Vereins wieder besser hervorheben.

Abschließend wurden unter Aufsicht von Versammlungsleiter Michael Hoffmeyer zwei neue Mitglieder einstimmig in den Vorstand gewählt. Isabell Holze, seit Jahren für die sporttherapeutische Versorgung im Verein verantwortlich, ist Frauenwart. Robert Krause, selbst in der zweiten und dritten Mannschaft auf Torejagd, wurde Beisitzer.