Die internationale Mountainbike-Elite hat sich im britischen Dalby Forest getroffen, um den zweiten Weltcup im Cross Country sowie den neu eingeführten Sprint-Weltcup zu bestreiten.

Haldensleben. So reiste auch Marco Schätzing in das Vereinigte Königreich, um sich in der kurzen, aber laktatintensiven Weltcuppremiere zu messen. Für ihn sprang schlussendlich Rang sieben beim Weltcup-Sprint für heraus.

Dazu füllten sich die Gassen der englischen Kleinstadt Pickering nahe Manchester mit mehr als 5000 Zuschauern, welche die Fahrer auf den drei Asphaltkurven, einer engen Friedhofsdurchfahrt mit mehreren folgenden Stufen sowie einer S-Kurve durch einen Garten begeistert und lautstark anfeuerten.

Mit Startposition 23 startete der Haldensleber in das Einzelzeitfahren. "Bei einer Fahrzeit von 1:40 min kommt es auf jede Sekunde an. Die Friedhofstreppe ging ich etwas übermotiviert an. So überflog ich die ersten Stufen und entging nur knapp einem Sturz. Auf der langen Zielgeraden konnte ich aber nochmal etwas Zeit gutmachen", so Schätzing.

Am Ende zog der Wahldresdner mit neuntschnellster Laufzeit in das Achtelfinale ein, zu dem sich nur die besten 32 Fahrer qualifizierten. Jetzt fuhren die Mountainbiker im Quartett, wobei Platz drei und vier ausschieden. Schätzing startete gut und musste nur auf der Zielgeraden dem Kanadier Kabush den Vortritt lassen.

Das Viertelfinale sah hoffnungslos aus. Zum Start gegen den Schweizer Vorjahressieger Litscher, Kabush und den Deutschen Meister Moritz Milatz kam Schätzing nicht ins das Pedal und ordnete sich auf Rang drei ein. Erst im Zielsprint schnappte er Milatz das Halbfinalticket weg. Im folgenden Lauf traf der Optiker wieder auf Litscher. Auch hier verweigerte das Pedal erneut den schnellen Einstieg. In der Aufholjagd verschätzte sich Schätzing bei der Friedhofstreppe und verpasste seiner Felge das endgültige Aus. Mit Rang vier wich der Traum einer Podiumsplatzierung notgedrungen der Vorbereitung auf das kleine Finale.

Durch das neue Startprozedere, bei dem die Fahrer ohne Hilfe und nicht wie üblich in der Pedale eingeklickt gehalten werden, gelang dem Radsportler erneut kein guter Start. "Am Ende überholte ich noch meinen österreichischen Dauerrivalen Federspiel und sicherte mir Platz sieben im ersten Sprint-Weltcup. Trotz der Probleme bin ich überglücklich und habe von einem Top-10-Ergebnis nur geträumt. Im kommenden Training werde ich wohl nur noch den Pedaleinstieg im Stehen üben", gestand der Haldensleber schmunzelnd.

Am Sonntag folgte der Cross-Country-Wettbewerb über 35 km der männlichen Elite. Trotz Startplatz 111 fand man Schätzing nach der Startrunde auf Rand 74 wieder. "Nach einem Zwangsstopp durch ein Platten und der Belastung vom Freitag ging mir die Kraft aus und mein Körper legte den Rückwärtsgang ein".

So beendete der Mountainbiker den nach 1:40 Stunde den Weltcup auf Rang 110.

In dieser Woche stehen nur verkürzte Trainingseinheiten an, da am Freitag im baden-württembergischen Offenburg bereits der zweite Weltcup-Sprint stattfindet.

Weitere Bilder unter www.marco-schaetzing.de.