Schackensleben (red). Ein volles Programm haben die Schackensleber Hopfenläufer am Wochenende absolviert.

Bereits am Freitag reisten einige Läufer aus der Börde nach Oberhof zum Rennsteiglauf. Der Rennsteiglauf, mit seinen Strecken vom Halbmarathon bis hin zum Supermarathon (72,7km), hat seinen Reiz sicherlich darin, in der Natur des Thüringer Waldes zu laufen. Auch das Drumherum und die Herzlichkeit, wie dort jeder Läufer empfangen wird, sind immer wieder eine Reise wert. Schon am Tag vor dem Lauf gehören an allen Startorten neben der Startnummernausgabe und der Messe eine Kloßparty zum guten Ton der Veranstaltung. Letztere wird, abgesehen vom eigentlichen Laufspektakel, nur noch von den Partys am Abend nach den Läufen übertroffen.

Bei sonnigen bis wolkigen zwölf Grad startete um 7.30Uhr in Oberhof der Halbmarathon. Katrin (2:29:05 Std.) und Dietmar (2:05:20) Kruse von der LG Hopfen waren hier am Start. Sie hatten die vergleichbar einfacheren Verhältnisse, was die Bergpassagen des Laufes anging.

Der Marathon, ohnehin länger als üblich (43,5km), wies auch das deutlich schwerere und kräftezehrende Profil auf. Um neun Uhr startete dieser in Neuhaus und es war auch schon um einiges wärmer. Die Abkühlung stellte sich aber während des Laufes ein - von oben. Nach etwa dreieinhalb Stunden regnete es wie aus Eimern, Bergaufpassagen wurden zu reißenden Bächen. Den Läufern wurde hier einiges abverlangt und die Strecke ist auch keinesfalls Bestzeittauglich. Birgit und Burkhart Müller liefen gemeinsam in 4:49:07 durchs Ziel. Beide platzierten sich im guten Mittelfeld. Für die bereits in der Altersklasse 65 startenden Monika (5:45:20) und Reinhardt (5:34:00) Hierl ist der Rennsteigmarathon immer wieder eine große Herausforderung. Der Entschluss, im nächsten Jahr zum 40. Jubiläumslauf dabei zu sein, ist für Viele bereits gefasst.

Bianca Roseburg musste sich in Hamburg als Einzelkämpferin bewähren. Sie lief dort ihren zweiten Marathon in 4:33:34 Std. und verbesserte ihre Bestzeit um sechs Minuten. Trotzdem intensiver Vorbereitungeitet sollten die angestrebten 4:20 Std. in weite Ferne rücken. Bei Halbzeit noch gut im Plan (2:10) liegend, musste sie, wie alle anderen auch, der Hitze Tribut zollen. So wurde kein Getränkepunkt ausgelassen, um nicht auszutrocknen. Rundum gut gefühlt, die Beine liefen gut, einzig der Wärme ist eine bessere Zeit geschuldet.

Als ihr Sohn Pascal die letzten 500 m mit ihr zusammen durchs Ziel lief, veranlasste das auch den Moderator zu höchster Anerkennung.