In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga ist etwa die Hälfte aller Saisonspiele absolviert worden. Das Zwölferfeld ist in drei Blöcke sortiert worden. Aufsteiger SG Seehausen gehört nicht unerwartet zu den abstiegsgefährdeten Mannschaften.

Seehausen l Ohne Punktverlust rangiert die im Sommer personell massiv verstärkte Mannschaft des SC Markranstädt an der Spitze des Klassements. Wenn überhaupt, wird das Team noch von Marienberg, Niederndodeleben und Haldensleben bedroht.

Im Mittelfeld der Tabelle stehen Neustadt-Sebnitz, der Thüringer HC II, Marienberg und Görlitz.

Gegen den Abstieg kämpfen Altenburg, der BSV Magdeburg, Seehausen und Calbe. Aller Voraussicht nach wird es zwei Teams geben, die den Gang in die jeweils höchsten Ligen ihrer Bundesländer antreten müssen.

Gegen Aufbau Altenburg haben die Altmärkerinnen schon beide Partien bestritten und verloren. Zweimal treten sie dagegen noch gegen den BSV Magdeburg an, einmal gegen die TSG Calbe. Diese Partien müssen sie gewinnen, wenn sie die Chance wahren wollen, in der Mitteldeutschen Oberliga zu bleiben. Doch auch das dürfte noch nicht ausreichen. Drei, vier weitere Pluszähler sind sicherlich erforderlich.

Wenn die Altmärkerinnen mindestens das Niveau des letzten Spiels 2013 gegen Koweg Görlitz (daheim 30:31) erreichen, dann könnte für sie etwas drin sein.

Insgesamt wurde durch die SG Seehausen in der Mitteldeutschen Oberliga eine Menge Lehrgeld bezahlt. Die Mannschaft präsentierte sich zumeist nicht so ausgeglichen besetzt wie die übrigen Teams. Die Konkurrenz ist allerdings, und das ist bei der Einschätzung zu berücksichtigen, in der Lage, den Mannschaftskader teilweise abrupt (siehe Markranstädt) zu verändern und dann entschieden kompakter dazustehen. Das können die Altmärkerinnen nicht. Sie haben mit genau dem Kader gespielt, mit dem sie im Frühjahr 2013 von der Sachsen-Anhalt-Liga in die neue Spielklasse aufgestiegen sind.

Die nächsten beiden Begegnungen der SG Seehausen sind mitentscheidend dafür, ob die Mitteldeutsche Oberliga gehalten werden kann. Am 18. Januar geht es zur TSG Calbe, am 2. Februar zum BSV nach Magdeburg.