Die Oldies des 1. FC Lok Stendal haben das Fußball-Altherrenturnier von Empor Stendal gewonnen. Die Berg und Co. gewannen alle sechs Spiele.

Von Uwe Meyer

Stendal l Gastgeber Empor kam dank des besseren Torverhältnisses gegenüber Möringen auf dem zweiten Platz ein.

Früh brachte sich Lok Stendal in eine Favoritenstellung. Die ersten drei Begegnungen gegen Tangerhütte, Seehausen und Post Stendal wurden alle mit 5:0 gewonnen. Henry Berg ging gleich ordentlich auf Torejagd, traf im Auftaktspiel gegen Post viermal. Dahinter fanden sich auch gleich Gastgeber Empor Stendal und der Möringer SV ein, die ihre Partien gegen die andere Gegnerschaft auch meist souverän über die Bühne brachten. Im siebten Turniermatch kam es dann zum Aufeinandertreffen zwischen Empor und Möringen. Mike Klenge brachte den MSV in Front, und es sah auch lange so aus, als sollte es bei dem knappen Sieg bleiben. Eine Minute vor Ende rutschte MSV-Keeper-Kröger ein Schuss von André Himmstedt über den Fuß zum glücklichen 1:1 für Empor.

Ihr folgendes Spiel gewannen sowohl der Veranstalter als auch Möringen wieder glatt. Lok Stendal musste in seiner vierten Partie mehr Gegenwehr brechen. Hindenburg fügte ihnen die ersten Gegentreffer bei. Trotzdem wurde das Match 4:2 gewonnen. Im Spiel 13 kam es zum Stadtderby zwischen Lok und Empor. Die Lok-Kicker ließen auch hier nichts anbrennen, bunkerten die Zähler beim 3:1 für sich. Für die Mannen um Betreuer Hartmut Otte würde im abschließenden Spiel ein Remis gegen Möringen reichen. Doch Möringen schien ihnen zunächst ein Schnippchen zu schlagen. Mike Klenge traf zum 1:0, machte gleichzeitig Jagd auf Henry Berg in der Torjägerliste. Lok schlug zurück, wendete mit einem Doppelpack von Heiko Erdmann das Blatt. Mit seinem zehnten Turniertor glich Klenge erneut aus. Möringen riskierte nun alles. Danny Leske schlug aber zweimal für Lok zu. Damit hatte der 1. FC Lok Stendal den Turniersieg eingetütet. Henry Berg blieb mit elf Treffern, auch wenn er im anschließenden Spiel keinen Treffer markierte, an der Spitze der Torjäger.

Möringen hatte sich dagegen einige Gegentore zu viel eingefangen und musste so auf Grund des schlechteren Torverhältnisses auch noch Empor Stendal den Vortritt lassen. Die restlichen vier Vertretungen hatten mit dem Turnierausgang nichts zu tun. Das lag teilweise an der fehlenden Qualität und an den dünn besetzten Aufstellungen. So traten Seehausen und Tangerhütte ohne Wechsler an. Die Kickers machten dies aber geschickt. Zunächst holten sie sich drei Klatschen gegen die drei besten Teams ab, um dann richtig aufzudrehen. Die weiteren drei Spiele wurden gewonnen. Zudem bot Seehausen noch einiges kurioses. Sie schossen drei Eigentore. Dirk Zimmermann traf zweimal in die eigene Kiste aber auch fünfmal ins gegnerische Tor.

Rang fünf ging an Hindenburg vor Tangerhütte. Germania Keeper Vasco Lühmann glänzte gleich zu Turnierbeginn mit einer Fußabwehr, die dem Treffer von Bayern Münchens Thiago in Stuttgart ähnelte. Lühmann wurde als bester Torwart ausgezeichnet. Ohne einen Punkt enttäuschte Post Stendal. Es war rundum ein schönes, faires und gut organisiertes Turnier. Schiedsrichter Jan Reinicke trug mit seiner Leistung dazu bei.

 

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