In der Fußball-Kreisoberliga führt zur Halbserie der SV Krüden/Groß Garz mit satten sieben Punkten Vorsprung die Tabelle an.

Stendal l In Lauerposition liegt der SV Grieben. Sollte es diesen Einlauf am Ende der Saison geben, wären beide Teams in die Landesklasse aufgestiegen.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, obwohl Krüden/Groß Garz von Rang drei bereits acht Punkte trennen. Die Spielvereinigung steht nicht unerwartet dort oben, wurde sie doch von vielen vor der Saison zum Favoriten auserkoren. Das Prycia-Team musste zwei Niederlagen (Dobberkau und Uetz) einstecken. Gegen Rossau gab es noch ein Remis. Besonders zu Hause zeigte sich die SV mächtig in Torlaune, denn dort wurden 39 der bisher 50 Saisontreffer markiert. Acht Gegentreffer zeigen aber auch eine gute Abwehrleistung.

Eine kleine Überraschung ist schon der zweite Rang von Grieben. Der SVG ist die stärkste Auswärtsmannschaft. Vor heimischer Kulisse gab es trotz fünf Erfolgen schon drei Pleiten, wovon die gegen den Tabellenführer weniger schmerzt, als die gegen Lüderitz (1:3) und Schönhausen (1:4). Der Rückrundenauftakt hat es für die Eckstedt, Horn und Co. gleich in sich. Hier heißen die Gegner BSC/Lok Stendal II, Dobberkau und Krüden/Groß Garz.

Den dritten Platz, mit einem Punkt Rückstand auf Grieben, nimmt derzeit der SV Preußen Dobberkau ein. Doch das Bild täuscht etwas, denn die Elf von Dieter Schönhoff hat noch zwei Spiele in der Hinterhand. Die Preußen, die neben Krüden/Groß Garz von den meisten als Favoriten genannt wurden, hatten einen kleinen Fehlstart hingelegt. Es begann mit zwei Niederlagen aus den ersten drei Spielen und auch der 6:5-Erfolg beim Torfestival brachte dem Trainerduo Schönhoff/Rudolf einige graue Haare mehr.

Das waren zu Beginn aber die einzigen Niederlagen bisher in der Hinrunde. Es hätten noch zwei dazu kommen können, die wurden gegen Wust (4:4) und Rossau (2:2) gerade noch abgewendet. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass die Preußen einige Mal zu unkonzentriert waren, sich so etliche Gegentreffer zu viel einfingen. Da gilt es den Hebel in der Rückrunde anzusetzen.

Der Rossauer SV hatte eine super Startphase. Mit sieben Siegen aus den ersten acht Partien hatte die Schulze-Elf teilweise sogar Platz eins inne. Dann kam aber ein Einbruch, bedingt auch durch personelle Probleme. Krüden/Groß Garz und Dobberkau wurde aber gegen Ende der Hinrunde Remis abgerungen. Und der RSV hat noch eine Partie nachzuholen, die in Berkau aber sicher nicht einfach wird. BSC/Lok Stendal II, Uetz und Berkau sitzen dem RSV dicht im Nacken. Die Stendaler Spielgemeinschaft hatten vielleicht einige Experten ein, zwei Plätze weiter vorn erwartet.

Doch es gab immer wieder große Streuungen bei der Aufstellung oder es stand kein etatmäßiger Torwart zur Verfügung. So gab es einige Kantersiege (8:2 in Lüderitz, 8:0 gegen Rossau, 6:1 gegen Wust), aber auch klare Pleiten gegen Teams aus der unteren Region (1:5 gegen Kamern/Havelwinkel Warnau II und 1:4 in Schönhausen). Vor Uetz muss man immer wieder den Hut ziehen. Die Lust-Elf ist trotz sehr dünner Personaldecke immer wieder ein Stolperstein für favorisierte Teams.

"Wir sind mehr als zu frieden mit der Hinrunde. Wenn ich unsere Trainingsbeteiligung sehe, wo sich von zwei Mannschaften manchmal nur acht, neun Spieler tummeln, weil der Rest arbeitsbedingt fehlt, ist das bisher ordentlich, was wir abgeliefert haben" meint Berkaus Trainer Ronny Wiese. "Andreas Duhm ist natürlich unsere Lebensversicherung im Sturm", äußerte sich der KSG-Coach weiter. Mit einem Dreier über Rossau könnte Berkau noch bis auf Platz vier springen.

Mit Platz acht in der Tabelle dürfte bei Aufsteiger Wust die Welt in Ordnung sein. Zu den Abstiegsplätzen sind es zwölf Zähler Luft. Die Traktoristen haben für Unterhaltung gesorgt was die Resultate gegen Dobberkau (4:4) und Klietz (4:5) zeigten. Gegen den BSC/Lok Stendal II und Berkau (jeweils 1:6) gab es aber auch zwei Klatschen. Sonst meist etwas höher angesiedelt nimmt Klietz nur Rang neun ein. Da schmerzt sicher auch der Weggang von Torjäger Tobias Völker. Germania hat sicher noch Reserven für eine bessere Platzierung.

Ab Platz elf wo Seehausen mit 17 Zählern steht beginnt das untere Mittelfeld und die Zone, wo man noch nicht aller Abstiegssorgen entledigt ist. Die Kickers sind nicht gut gestartet, aber besser wie in den Vorjahren. Negativ war das Nichtantreten in Wust. Aufsteiger Eintracht Lüderitz hat sich besser geschlagen als von etlichen erwartet, da im Sommer gleich mehrere erfahrene Akteure ihre Laufbahn beendet haben.Es gibt in dem verjüngten Team verständlicher Weise noch Schwankungen. Diese hat auch die Bismarker Reserve mit ihrer sehr jungen Mannschaft zu verzeichnen. Zudem hat Jens Knoblich ein sehr dünnen Kader.

Die Punkte, wo die TuS-Elf Verstärkung aus dem Landesligateam erhielt, wie beim 6:0 gegen Berkau, sind da Gold wert. Schönhausen legte einen Fehlstart hin. Mit der Rückkehr einiger zuvor Verletzter ging es aufwärts.

Für Havelwinkel/Warnau II geht es sicher bis zum Schluss um den Klassenerhalt. Auf den Abstiegsplätzen rangieren Goldbeck II und Wahrburg. TuS ist nach ordentlichem Start regelrecht abgestürzt.