Stendal l In der Fußball-Kreisliga stehen zwar am Wochenende sechs Nachholspiele an. Trotzdem weiß jedes Team in der Liga, worauf es in der Rückrunde ankommt.

Der Osterburger FC führt die Tabelle an. Nach Jahren des Dornröschenschlafes, scheint man an der Landessportschule erwacht zu sein. Trainer Ronald Goethe hat eine sehr junge Mannschaft, die Spieler spielen schon seit dem jüngeren Juniorenjahrgängen zusammen, aufgebaut. Dazu wurden noch einige erfahrenen Akteuere eingebaut. Bisher gab es nur eine Saisonniederlage (0:1 bei Havelberg II). Dazu wurden bei drei Remis noch Zähler abgegeben. Macht der OFC so weiter, scheint einem Aufstieg nichts entgegen zu stehen.

Momentan vier Zähler Rückstand, aber noch das Nachholspiel gegen Möringen II im Rücken, nimmt der Krevese II den zweiten Aufstiegsrang ein. Die KSV-Reserve zählte nach dem knapp verpassten Aufstieg in der Vorsaison, zu den Teams, die um die vorderen Ränge kämpfen. Vor heimischer Kulisse sind die Kicker vom Gänseberg schwer zu knacken. Niederlagen gab es nur im Spitzenspiel gegen Osterburg, sowie beim Klädener SV. Scharfrichter für Krevese II dürfte der Rückrundenauftakt sein. Nach der Nachholpartie stehen zunächst drei Auswärtsspiele an.

Dass Aufsteiger Schinner SV Eintracht eine ordentliche Rolle spielen würde, war von einigen Experten schon erwartet worden. Trotzdem musste sich das Teichert-Team erst zurecht finden, was zu Saisonbeginn auch gelang. Zwischendurch gab es einen Durchhänger mit zwei Niederlagen gegen Gegner aus dem unteren Mittelfeld (Staffelde, Krüden/Groß Garz II). Schinne wird alles Augenmerk auf die ersten Spiele setzen. Inklusive des Nachholspiels hat die Eintracht in sieben Partien sechsmal Heimrecht. Da kann ein Grundstein gelegt werden, obwohl nach Aussage von Trainer Teichert das Wort Aufstieg nicht in den Mund genommen wird.

Ein großen Anteil an der Platzierung hat sicher auch Torjäger Marcel Heinemann, der 23 von 47 Schinnern Treffer, die meisten aller Teams, erzielte.

Der vierte Platz von Tangerhütte II ist eine Überraschung. Zwar hat die Germania Reserve nicht gerade einen angsteinflösenden Angriff. Die Stärken liegen in der Abwehr, mit zwölf die wenigsten Gegentreffer. Und auch Standards haben oft wichtige Zähler eingebracht. Eine Chance um den Aufstieg noch mitzuspielen, hat vielleicht noch Freundschaft Schernebeck. Dazu muss die Daverhuth-Elf vor allem die Abwehr stabilisieren. Denn bei so einer ordentlichen Platzierung ein negatives Torverhältnis zu besitzen, ist nicht so berauschend. Vielleicht sorgen die vier Neuzugänge noch für einen Schub.

Möringen II, Weiß-Blau Stendal und Schollene stehen im Augenblick im ruhigen Fahrwasser. Kommt neben den einen Pflichtabsteiger, weitere dazu, dürfen sich diese Teams aber nicht zu sicher fühlen. Schon nach unten in der Tabelle müssen Kläden, Krüden Groß Garz II und Staffelde schauen. Walsleben, Gladigau und Havelberg II sind arg gefährdet. Jede Woche droht der Abstiegsrang. Diese nehmen Post Stendal und Arneburg II ein.