Beim SV Lok Aschersleben hat am Sonnabend für den VfB Germania Halberstadt die Phase der Testspiele begonnen. Den ersten Vergleich entschied der höherklassige Verein mit 6:1 für sich. Roy Blankenburg und Torsten Marx waren je zwei Mal für den VfB als Torschützen erfolgreich.

Aschersleben/Halberstadt. Etwas Besonderes war dieses erste Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen für Torsten Marx. Der Stürmer vom VfB hatte sich vor einem Jahr schwer verletzt, gerade in einer Phase, als er andeutete, wie torgefährlich er sein kann. Als sei scheinbar nichts gewesen, brachte sich der 23-Jährige vorgestern nahtlos ins Angriffsspiel der Germania ein und leitete mit seinen zwei Toren den Testspielsieg in Aschersleben ein. Beiden Treffern war jeweils ein Doppelpass mit Philipp Peters, der ebenfalls nach längerer Verletzung wieder voll bei Kräften scheint, vorausgegangen.

Peters war auch im weiteren Verlauf einer der Dreh- und Angelpunkte im Mittelfeld, wenngleich er in einigen Situationen noch schneller und umsichtiger hätte spielen können. Am Ende der 90 Minuten war er allerdings an fünf der sechs Tore aktiv beteiligt. Nach seinem Elfmetertreffer zum 3:1 (65.), Horst Rau war zuvor zu Fall gebracht worden, leitete er quasi den Torreigen der Germanen ein. Den folgenden Doppelpack von Roy Blankenburg (67., 70.) hatte der 22-Jährige ebenso vorbereitet, wie schon die ersten zwei Tore in Halbzeit eins.

Nachdem die Aschersleber in den ersten 45 Minuten selbst drei sehr gute Chancen hatten, blieb ihnen in der zweiten Hälfte nur der Anschlusstreffer durch Oliver Lorenz (60.). Dieser allerdings hatte sich das Prädikat "Tor des Monats" verdient, denn Lorenz hatte das Leder aus rund 20 Metern unhaltbar in das obere linke Eck befördert. Danach aber kamen die Gastgeber fast gar nicht mehr in des Gegners Hälfte. Ab der 60. Minute engte Halberstadt den SV Lok mit aggressivem Pressing enorm ein, zwang den Gegner so zu Fehlern und kam zu einigen Torchancen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Innenverteidiger Franz Fitkau, als er den Ball nach einem Gerlach-Freistoß aus rund vier Metern über die Torlinie bugsierte.

In der Schlussviertelstunde erspielte sich die Germania gegen die körperlich unterlegene und sehr junge Aschersleber Mannschaft weitere gute Tormöglichkeiten. Es blieb aber beim halben Dutzend. Trainer Petersen fasste letztlich zusammen: "Für den ersten Test war es gut, das Engagement meiner Mannschaft stimmte."

VfB Germania: Kischel (46. Lenhard) - Gröger, Fitkau, Mutschler, Eggert, Krüger, Peters, Rau, Marx, Banser, Blankenburg (Schwarzenberg, Reitzig, Ruttke, Gerlach);

Torfolge: 0:1, 0:2 Torsten Marx (19., 33.), 1:2 Oliver Lorenz (60.), 1:3 Philipp Peters (FE, 65.), 1:4, 1:5 Roy Blankenburg (67., 70.), 1:6 Franz Fitkau (73.);

Schiedsrichter: Gordon Eckert (Bernburg), Zuschauer: 75.