Magdeburg/Stendal (wse) l In der 1. Handball-Nordliga haben die Männer des HV Lok Stendal ihr gestriges Auswärtsspiel beim Magdeburger SV 90 mit 15:21 (9:7) verloren.

Das regelrecht torarme Ergebnis erinnert an den Handballsport vor mehr als 30 Jahren, als Resultate mit derart wenigen Treffern an der Tagesordnung waren.

"Wir haben uns dem Niveau unseres Gegners angepasst"

Die Gäste aus der Altmark gingen mit 2:0 in Führung, es lief also gut an. Doch die Magdeburger ließen die Gäste nicht weiter enteilen. Sie rackerten, insbesondere in der Abwehr, konnten im Angriff aber keine bedeutenden Akzente setzen.

"Das Niveau unseres Gegners war nicht gut, aber wir haben uns ihm angepasst. ES war eine Einstellungsfrage", resümierte Stendals Trainer Frank Ziekau. Beim Halbzeitstand von 7:9 zu Gunsten der Gäste schwante ihm und seinem Kollegen Jörg Schulze schon, dass ein besonders schwieriger zweiter Spielabstand bevorstehen würde.

Und so kam es tatsächlich auch. Die Magdeburger glichen in der 35. Minute zum zwischenzeitlichen 10:10 aus. Danach aber gab es einen wahren Stendaler Blackout. In den Angriffen gelang ihnen nichts mehr. Sie agierten zu statisch, es fehlte Bewegung im Offensivspiel. So wurden dem Gastgeber praktisch auf dem Silbertablett die Siegpunkte übergeben. Der MSV war sehr dankbar, und warf nach dem 10:10 sechs Tore in Folge, ohne, dass ein einziger Stendaler Treffer zu verzeichnen war.

Mit dem 16:10 für den Gastgeber war das Spiel total gekippt. Weil die Stendaler weiterhin im Angriff versagten, konnten sie nicht mehr zurückschlagen und mussten sich in ihr Schicksal ergeben. Einzig positiv war, dass die Altmärker in diesem Auswärtsspiel nur 21 Gegentreffer erhielten.

Stendal: Vogel, Kurze, Kalkowski - Schumann, Lemme 1, Leinung 7, Stephan, Rosentreter 5, Hentschke 1, Klein 1, Mehlich.