Mit 14 Treffern ist Carlo Rämke (TuS Bismark) nach der Hinserie Erster der Landesliga-Torschützenliste. Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar sprach mit dem Stürmer.

Volksstimme: Haben Sie nach der doch durchwachsenen Vorsaison damit gerechnet, dass Sie in der Torschützenliste ganz vorn liegen?

Carlo Rämke: Nein. Das war auch nicht mein Ziel. Das hat sich so ergeben. Wir haben ja allgemein wenig Tore geschossen. Ich bin ja nur Abnehmer der tollen Vorlagen meiner Mitspieler.

Volksstimme: Machen Sie ein spezielles Torschuss-Training?

Carlo Rämke: Nein, wir machen natürlich ein Torabschluss-Training, aber das machen alle.

Volksstimme: Mittelstürmer sind öfters sehr groß, Sie nicht. Wieviel Kopfballtore haben sie von den 14 erzielt?

Carlo Rämke: Kopfballtore? Weiß ich nicht, viele waren es auf keinen Fall.

Volksstimme: Sie sind ja erst in der zweiten Hälfte der Vorsaison vom Mittelfeld in den Sturm gewechselt. Warum?

Carlo Rämke: Im Mittelfeld hat es mir nicht gefallen. Dann haben wir es mit dem Trainer besprochen, dann bin ich nach vorn gegangen.

Volksstimme: Spielen Sie lieber als einziger Stürmer oder mit noch einem Angreifer?

Carlo Rämke: Eigentlich spielen wir mit drei Stürmern, ich zentral, links Philipp Grempler und rechts Steffen Rogge.

Volksstimme: In der Vorsaison hat der TuS Bismark gegen den Abstieg gespielt, jetzt liegt die Mannschaft auf den vorderen Plätzen. Was hat sich geändert?

Carlo Rämke: Das Einzige, was sich verändert hat, ist, dass wir auf Viererkette umgestellt haben. Vorher haben wir immer mit Libero gespielt. Dass unsere Innenverteidiger Martin Köhn und Tobias Klose das so hinbekommen, ist schon sehr gut. Sie machen das top, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Auch die jungen Außenverteidiger machen ihre Sache hervorragend. Wir bekommen ja auch ganz wenig Gegentore.

Volksstimme: Wie hat die Mannschaft das so schnell hinbekommen?

Carlo Rämke: Unser Neuzugang Christoph Grabau hat das in Völpke auch gespielt, er hat viel erklärt und Tipps gegeben. Unser Trainer Dirk Grempler hat sich auch intensiv damit beschäftigt.

Volksstimme: Durch die 1:2-Niederlage am Wochenende gegen Tangermünde ist Bismark ja auf den dritten Platz abgerutscht. Was ist in dieser Saison noch drin, ist Platz zwei das Ziel?

Carlo Rämke: Unser Ziel war immer der Klassenerhalt. Dass es so gut läuft, damit hat natürlich keiner gerechnet. Wir haben uns das Glück erarbeitet.

Volksstimme: Gibt es auch Gedanken an einen eventuellen Aufstieg?

Carlo Rämke: Das ist wirtschaftlich nicht möglich. Fußballerisch wissen wir auch, das reicht nicht. Da sind wir Realisten. Auch der Aufwand wäre viel zu groß. Wir haben Studenten, viele arbeiten in Schichten, auch ich.

Volksstimme: Warum hat Bismark am Wochenende gegen Tangermünde 1:2 verloren?

Carlo Rämke: Die haben hinten drin gestanden und viel mit langen Bällen gespielt, zudem mit Libero. Wir sind selber nicht richtig zum Zug gekommen. Die haben zum Schluss vielleicht mehr gekämpft.

Volksstimme: Am Wochenende spielt Bismark gegen Möringen. Wie endet das Spiel?

Carlo Rämke: Wir gewinnen 2:0.