Von den drei ostaltmärkischen Mannschaften in der Fußball-Landesliga, Staffel Nord, jubelten am Wochenende zwei.

Stendal l Völlig überraschend holte der TuS Schwarz-Weiß Bismark einen Punkt gegen den FSV Barleben. Die Gäste aus dem Bördekreis sind noch ohne Niederlage Tabellenerster und somit Aufstiegskandidat in die Verbandsliga. Klar, es war für die Bismarker ein kämpferischer, aber wie TuS-Trainer Dirk Grempler betonte "auch ein verdienter" Punktgewinn. Damit haben die Bismarker eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht ohne Grund derzeitiger Rangdritter sind.

Unbändige Freude herrschte auch im Lager von Saxonia Tangermünde. Mit einem 1:0-Sieg bei der Reserve von Germania Halberstadt hatten nur die Wenigsten gerechnet. Die Halberstädter Regionalliga-Reserve soll, wie es der Verein betonte, unbedingt in der Landesliga gehalten werden. Deshalb wurde das Team mit fünf Spielern der Ersten verstärkt. Die Altmärker zeigten gegen die spielerische Nachteile jedoch Kampfgeist von der ersten bis zur letzten Minute. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie eine Einheit, eine Truppe ist", freute sich Trainer Heiko Gödecke, der besonders Tomasz Hampel, Ingo Arndt und Martin Gödecke ("Meinen Sohn lobe ich bestimmt nicht oft") hervorhob. Saxonia hat jetzt fünf Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz, den Halberstadt II belegt.

Sorgenkind aus ostaltmärkischer Sicht bleibt der Möringer SV, der 0:4 in Irxleben unterlag. Sieht man die Aufstellung der Möringer, ist schnell ein Grund für den derzeitigen vorletzten Tabellenplatz ausgemacht. Zu den vielen Langzeitverletzten gesellen sich nun auch noch Markus Laser (Nachwirkungen einer Schulter-Operation) und Philipp Kühne, der sich mit Achillessehnenbeschwerden herumplagt, dazu. Möringen hat jetzt bereits elf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Was gibt noch Hoffnung auf den Klassenerhalt? "So lange es rechnerisch möglich ist, werden wir kämpfen. Positiv ist jetzt, dass sich die Mannschaft nach einem Rückstand nicht aufgibt, das war in der Hinrunde anders, jetzt ist eine ganz andere Mentalität da", sagt Trainer Rico Matschkus. Am Sonnabend, wenn es daheim gegen die Halberstädter Reserve geht, müssen jedoch Punkte her. Sonst stirbt der Funken Hoffnung vielleicht schnell, zu schnell.