Die Nordliga-Handballer der HSG Osterburg sind weiter auf dem Vormarsch und haben sich in der Tabellenspitze des Klassements fest eingenistet. Das haben sie am Sonnabend mit einem deutlichen 36:22-Heimsieg gegen Fortschritt Burg unterstrichen.

Osterburg. Vor über 150 Zuschauern lief speziell in der ersten Spielhälfte ein Krimi in der Osterburger Sekundarschulhalle ab. Die mit voller Kapelle spielenden Gastgeber wollten sich möglichst früh vom Kontrahenten absetzen und entwickelten entsprechenden Druck.

Linksaußen Florian Skorz warf die beiden ersten Treffer für die HSG, doch die Gäste aus Burg glichen zunächst zweimal aus.

Osterburgs Mannschaft setzte jedoch weiterhin auf ein hohes Tempo. Paul Papendiek markierte bereits in der vierten Spielminute das 5:2 für den Gastgeber.

Die Gäste aus Burg aber hielten in der Folge sehr gut dagegen und verkürzten immer wieder. Das lag auch daran, dass der Ex-Osterburger Norman Brückner auf Burger Seite einen guten Tag erwischt hatte und einige Treffer für seine jetzige Mannschaft beisteuerte.

Andererseits warf zum Beispiel Skorz das Leder in der ersten Halbzeit allein viemal in Folge an den Pfosten des Gästegehäuses.

Zwischenzeitlich glich die Fortschritt-Mannschaft zum 11:11 aus (22.). Im Gegensatz zu frühreren Zeiten, in den die Osterburger angesichts eines Rückschritts durchaus schon mal den Kopf verlor, kam sie diesmal wieder schnell auf Touren und lag nach einem weiteren Papendiek-Treffer in der 25. Minute mit 13:11 vorn.

Die Burger verkürzten erneut, doch nun lief es beim Gastgeber endgültig wie am Schnürchen. Bis zur Halbzeitpause erhöhte er vor allem durch Kontertreffer auf 18:13.

Danach war man gespannt auf die Antwort des Kontrahenten. Der ließ zunächst keinesfalls locker, warf das erste Tor in der zweiten Spielhälfte und ließ den Rückstand zunächst nicht größer werden. Da schien noch ein hartes Stück Arbeit vor den Biesestädtern zu liegen.

In der 38. Spielminute hieß es 21:16 für die HSG. Danach aber steigerte sich die Mannschaft förmlich in einen Rausch hinein. Der in der zweiten Hälfte auf der Linksaußenposition agierende Dennis Hahne fügte sich sehr gut in die nunmehr richtig guten Tempohandball spielende Mannschaft ein und warf mit dem 23:16 (41.) sein erstes von insgesamt vier eigenen Toren.

Bis auf 27:16 (Andreas Kuhlmann) zogen die Osterburger in der Folge davon. Die Mannschaft aus Burg fand keine geeigneten Gegenmittel mehr, um die HSG-Torflut zu stoppen.

Als der für den starken Mario Schrödter in den HSG-Kasten eingewechselte Frank Götzky, sofort auf Betriebstemperatur befindlich, den Burger Angreifern das Leder bisweilen förmlich aus der Hand nahm, schienen die Gäste sich endgültig in ihr Schicksal zu ergeben. Andererseits: Die Osterburger haben mit dieser Leistung unterstrichen, dass sie zurecht dort oben im Klassement stehen.

Osterburg: Schrödter, Götzky - Zierke 6, A. Kuhlmann 4, Weber, Kiebach 6, Th. Kuhlmann 9, Skorz 4, Braune, Eberhardt, Papendiek 3, Krüger, Hahne 4.