Stendal l Wetten, dass die Zuschauerzahl im nächsten Heimspiel der Stendaler Lok-Kicker mindestens doppelt so hoch wird wie zur letzten Verbandsliga-Begegnung im Stadion Am Hölzchen? Da kamen 186 Besucher am Sonnabend, dem 22. März, zu Lok gegen Bitterfeld-Wolfen (6:1).

Drei Gründe sprechen dringend dafür.

Erstens wird die Partie am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr) ausgetragen. Gewöhnlich kommen an Sonntagen deutlich mehr Zuschauer zu Lok, weil im Kreis kaum andere Fußballspiele laufen.

Zweitens kommt es zum Duell zwischen Tabellennachbarn mit jeweils der Punktzahl von 30, denn Lok empfängt als gegenwärtiger Tabellenfünfter den Vierten des Klassements, den Schönebecker SC.

Dritter Grund für den unbedingten Besuch der Partie ist die Tatsache, dass die Lok-Kicker derzeit spielerisch richtig gut drauf sind. Vier Siege in Folge und das Knacken der 30-Punkte-Marke lassen kühnste Optimisten sogar wieder einmal vom Eindringen in den Spitzenbereich, ja sogar von der Tabellenführung, träumen.

Doch das Fußballgeschäft ist vielfältig und hält Überraschungen bereit. Für eine solche wollten am vergangenen Sonnabend auch die Kicker des VfB Sangerhausen gegen das zuvor dreimal in Folge siegreiche Stendaler Lok-Team sorgen. Sie setzten den Altmärkern daheim mit einer durchaus "ruppigen Gangart" (O-Ton Lok-Trainer Sven Körner) zu und sorgten so dafür, dass die Stendaler nach 20 guten Minuten ihre zuletzt gewohnte Spielweise nicht mehr so darbieten konnten, wie zuvor geschehen.

Vielmehr wurde bis zur Halbzeitpause häufig mit langen Bällen operiert und Torwart André Ronneburg musste einige Mal eingreifen.

"In der zweiten Halbzeit haben wir aber richtig guten Fußball gespielt und am Ende auch verdient gewonnen", so Coach Körner, der betont: "Auch nach Gelb/Rot für Steven Schubert in der 65. Minute hat die Mannschaft gezeigt, dass sie physisch sehr gut drauf ist. Jeder war für Jeden da. Sangerhausen besaß nur wenige Mittel gegen uns."

Zum zweiten Mal in dieser Serie kam der baldige junge Vater Robin Kozik zum Einsatz. Er hat eine längere Zeit von Verletzungen und Krankheiten hinter sich und sich zuletzt im Training mit sehr guten Leistungen angeboten.

Franz Erdmann stand hingegen wegen eines grippalen Infekts nicht im Lok-Aufgebot des Spiels in Sangerhausen. Er dürfte jedoch in der Heimpartie gegen den Schönebecker SC mit Sicherheit wieder zu erwarten sein. Allein schon deshalb, weil Steven Schubert ersetzt werden muss.

Neu in der internen Torschützenliste des 1. FC Lok ist Hari Karaterzyan vertreten. Er wurde in Sangerhausen in der 90. Spielminute eingewechselt. Ihm gelang sein Premierentor mit seinem ersten Ballkontakt.

Lok-Torschützen:

Juninho10

Franz Erdmann5

Benedikt Nellessen4

Vincent Kühn4

Steven Schubert3

Martin Gebauer2

Niclas Buschke2

Ouzmane2

Marius Weihrauch2

Edgar Krause1

Philipp Groß1

Hari Karatezyan1

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