Potzehne l Eugen Schuneaw sorgte am vergangenen Sonnabend dafür, dass die Potzehner Fußballmänner in der Landesliga zumindest noch den Strohhalm in Sachen Klassenerhalt in der Hand haben. Da Lok Aschersleben beim 4:4 in Förderstedt "nur" einen Zähler einfuhr und die Reserve des SV Germania Halberstadt bei der TSG Calbe nicht über ein 3:5 hinaus kam, verringerte sich der Abstand zum rettenden Ufer für die Grün-Weißen auf nur noch neun Punkte.

Sicher ist dieser Rückstand immer noch beträchtlich, doch immerhin sind noch 21 Zähler zu vergeben. Unmöglich ist der Klassenerhalt diesbezüglich also noch nicht.

Zum Spiel: Mit Börde stellte sich der bis dato Tabellenzehnte vor. Die Gäste waren es auch, die zumindest in der Anfangsphase etwas ballsicherer wirkten und sogar eine Chance verbuchten. So war es in der sechsten Minute zunächst Wolff der es versuchte und in Minute 26 Spahija, der völlig alleingelassen nach einer Hereingabe an den Pfosten köpfte. Das schien aber der Hallowach-Effekt für die Potzehner gewesen zu sein, denn mehr und mehr steigerten sich die Platzherren. Zunächst scheiterten Oelze (33./Kopfball) und Wehrmeister (35./Direktabnahme) für Potzehne, ehe in Minute 40 Eugen Schunaew seine Farben jubeln ließ. Wehrmeister zirkelte das Leder per Freistoß aufs Tor. Börde-Keeper Mertens, der eine ordentliche Partie bot, konnte nur abklatschen lassen. Das Spielgerät landete vor den Füßen von Schunaew, der das Ding dann irgendwie hineinstocherte. "Ich hatte eigentlich gedacht, dass Olli (Oliver Oelze, Anm. d. Red.) den nimmt, aber irgendwie hat er nicht geschoschen. Dann bin ich mit dem Fuß noch einmal zum Ball, treffe ihn gar nicht richtig, aber konnte ihn reinmachen", so der Torschütze.

Und damit nicht genug, die Magdeburger, die sehr disziplinlos und ungeordnet wirkten, konnten froh sein, nicht noch ein Ding bekommen zu haben. Denn in Minute 42 hatte Maik Krehl das 2:0 auf dem Fuß, doch wieder war Mertens zur Stelle.

In den zweiten 45 Minuten ließ die Qualität auf dem Platz merklich nach. Viele Nickligkeiten und "Märchenstunden" waren zu beobachten. Die härtere und undisziplinierte Gangart der Gäste gipfelte dann in der Gelb-Roten Karte für Schaffranke nach knapp einer Stunde.

Kapital daraus schlagen konnten die Potzehner aber nicht wirklich. Es war dem Magdeburger und vor allem auch dem eigenen Spiel nicht anzumerken, dass Börde nun dezimiert auftrat. Für Potzehne hätte es aber durchaus das eine oder andere Tor mehr geben können, denn Klose mit seinen Sololäufen über die rechte Seite sorgte für viel Gefahr. Doch im Abschluss haperte es wie so oft im Potzehner Spiel. Fast beschäftigungslos war dagegen Keeper Matthias Wagner. Nicht einen einzigen großartigen Schuss der Gäste musste er abwehren.

Seine Vorderleute hielten auch defensiv das Spielgerät vom eigenen Kasten fern, so dass Magdeburg keine große Gefahr ausstrahlen konnte. Allerdings - wie bereits angesprochen - haperte es vorn. Einmal stand Mario Stolle aussichtsreich im Abseits - der Ball war schon im Netz - das andere Mal hatte Klose nach einem besagten Solo keinen Blick für seine Nebenleute.

"Naja, das war schon gegen Schönebeck so. Wir setzen dann unsere Konter nicht so wie es soll. Dennoch haben wir heute verdient gewonnen. Wenn ich das Woche für Woche sehe, müssten wir eigentlich nicht da unten stehen. Aber leider ist es so", fasste Coach Nico Bremse zusammen.

Tor: Eugen Schunaew (40.).

SR: Stefan Nowak (magdeburg).

Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Magdeburgs Felix Schaffranke (59.) wegen wiederholten Foulspieles.