In einem mitreißenden Verbandsliga-Verfolgerduell hat Lok Stendal gestern den Tabellenzweiten Askania Bernburg mit 4:2 besiegt. Damit haben sich die Altmärker bis auf drei Punkte an die Askanen herangeschoben und den Tabellenvierten FCM II auf Distanz gehalten.

Stendal l In einem Spiel auf wirklich gutem Niveau jubelten die Anhänger der Stendaler Lok-Mannschaft (Bernburger Fans waren gar nicht erkennbar) bereits in der dritten Minute besonders laut. Franz Erdmann führte einen Freistoß aus 22 Meter Entfernung aus zentraler Position aus und bezwang Bernburgs Keeper Andy Schiller, der die Hand noch an den Ball bekam, zum ersten Mal. 1:0 für Gastgeber Lok.

Die Gäste ließen sich dadurch jedoch nicht aus der Reserve locken. Sie hatten derartige Situationen schön öfters gut gemeistert und stehen nicht von ungefähr an der zweiten Stelle des Klassements.

Und sie haben einen Matthias Härtl in ihren Reihen. Der bewies in der 14. Minute seine Torjägerqualitäten, als er nach einem Freistoß ganz trocken für seine Elf zum 1:1 abstaubte.

Nach diesem Ausgleichstor setzte sich das taktisch geprägte Spiel fort. Doch den Gastgebern war anzumerken, dass sie den größeren Siegeswillen hatten, gepaart mit der von Trainer Sven Körner so geforderten Disziplin und auch Genauigkeit im Spiel. Auf dieser Basis fiel nach einer halben Stunde das 2:1. Vincent Kühn flankte fast auf Höhe der Mittellinie von linksaußen auf den langen Pfosten.

Ouzmane erwischte das Leder beinahe mit dem Kopf, doch dahinter kam Benedikt Nellessen herangerauscht und feuerte es in den Kasten.

Der Franzose Ouzmane sollte seinen Treffer in diesem begeisternden Match aber noch bekommen, und zwar in der 57. Minute vorbereitet vom Mann des Spiels, Franz Erdmann. Dieser zirkelte erneut einen tollen Freistoß in den Askania-Strafraum, den Ouzmane zum 3:1 per Kopf versenkte.

Nach Foul an Härtl und Elfmeter hieß es drei Minuten später jedoch 3:2. Wegener hatte getroffen. Bernburg wollte jetzt wenigstens einen Punkt und machte Druck. Lok verteidigte aufopferungsvoll und alles andere als ungeschickt.

Ein Minute vor dem Ende der Partie gab es einen Konter, an dessem Ende Juninho aufs Tor schoss. Bernburgs Feldspieler Markus Schubert verhinderte per Handspiel, dass das Leder die Torlinie überschritt. Dafür gab es Rot und Elfer für Lok, den Erdmann verwandelte.

Stendal: Ronneburg - Gebauer, Luhaka, Krause, Groß, Schubert, Kühn, Nellessen (90+2. Karaterzyan), Erdmann, Ouzmane (80. Weihrauch), Juninho (90+1. Buschke).

Zuschauer: 365; Schiedsrichter: Tim Kohnert (Ballenstedt)

Torfolge: 1:0 Erdmann (3.), 1:1 Härtl (14.), 2:1 Nellessen (30.), 3:1 Ouzmane (57.), 3:2 Wegener (60./Foulelfmeter), 4:2 Erdmann (89./Handelfmeter).

Besond. Vorkommnis: Rot für M. Schubert (BBG) wg. Handspiels auf der Torlinie (89.).