Exakt 1302 Zuschauer haben die letzten drei Heim-Punktspiele der Stendaler Lok-Verbandsligaelf besucht. Mit dieser stolzen Bilanz haben sich die Altmärker wieder zum Zuschauerkrösus im Feld erhoben und beispielsweise den Schönebecker SC (Halbserien-Bester) abgelöst.

Stendal l Neben der Tatsache, dass die Partien gegen Schönebeck, Preussen Magdeburg und Askania Bernburg an besonders zuschauerfreundlichen Sonntagen stattfanden, haben sich besonders die Rahmenprogramme mit etlichen Aktionen positiv auf die Publikumszahlen ausgewirkt.

Neue Freunde des Lok-Fußballspiels aber haben in erster Linie die Mannschaft und ihr Trainerstab gewonnen. Die Truppe spielt einfach attraktiven Fußball, der besonders in der zweiten Halbserie zur Erfolgsstrecke geworden ist.

Vom letzten Kontrahenten Askania Bernburg war viel Lob zu hören. Etwa, dass die Stendaler permanent unterwegs seien und in puncto Ballsicherheit im Vergleich zum Hinspiel unheimlich dazu gewonnen hätten.

Von den Lok-Fans auf der Waldseite wurde in der Partie am Sonntag nicht nur "Hier regiert der L-O-K", skandiert, sondern gegen Ende der Partie das Wort "Oberliga" häufig und laut zur Sprache gebracht.

Das Wort "Oberliga" macht die Runde

Etwas, woran man zu Beginn der Serie wahrlich nicht mal im Traume denken konnte, scheint nach dem freiwilligen Aufstiegsverzicht von Spitzenreiter Halle-Ammendorf und dem Näherrücken zu Bernburg zum Thema am Stendaler Hölzchen zu werden.

So abwegig ist ein Denken an die Oberliga gar nicht. Gemeldet haben für diese Spielklasse in der Serie 2014/15 auch nicht der FCM II und Schönebeck, sondern nur Bernburg und Lok Stendal. Trainer Sven Körner will von dem Thema nichts hören. Er sagt: "Damit beschäftige ich mich nicht. Wir wollen weiter diese positive Entwicklung."

Vereinschef Prof. Ulrich Nellessen positioniert sich klar und zeichnet vor: "Ich möchte in die Oberliga. Wenn es sportlich so weit ist, stehen wir natürlich vor einer völlig neuen Ausgangsposition. Mit dem jetzigen Etat geht das mit Sicherheit nicht. Aber wir werden die Aufgabe angehen."

Der Verein befindet sich nunmehr seit einigen Jahren in ruhigem Fahrwasser, nicht zuletzt auch auf finanziellem Gebiet. Die Mannschaft ist jung und zumeist bodenständig. Sie hat sich speziell im Laufe dieser Saison unheimlich gut entwickelt- "Wir wollen alle Spieler und besonders auch Trainer Körner halten", so der Vereinschef.

In den nächsten Wochen dürfte es sehr interessant werden. Lok hat noch vier Spiele zu bestreiten (Merseburg, Oschersleben auswärts, Amsdorf und Halle-Ammendorf daheim).

Die aktuelle Lok-Torschützenliste sieht so aus:

Juninho11

Franz Erdmann8

Benedikt Nellessen6

Ouzmane6

Vincent Kühn5

Steven Schubert3

Martin Gebauer2

Niclas Buschke2

Marius Weihrauch2

Edgar Krause1

Philipp Groß1

Hari Karatertzyan1

Mehr Fotos zum Lok-Spiel gegen Bernburg finden Sie unter www.volksstimme.de / sport / lokalsport / stendal