Stendal l Die drittletzte Begegnung des 1. FC Lok Stendal in der Verbandsligasaison 2013/14, jenes 1:1 endende Heimspiel gegen Romonta Amsdorf, wird Nachwirkungen für den gastgebenden Verein haben, und zwar finanzieller Art.

Über die Rolle des Referee-Trios in dieser Begegnung ist bereits in der gestrigen Volksstimme-Ausgabe geschrieben worden. Darüber Sätze zu verlieren, ist im Normalfall auf diesen Seiten nicht üblich.

Dass Lok-Trainer Sven Körner Mitte der zweiten Halbzeit auf die Tribüne verbannt wurde, hatte allerdings mit der Leistung der Unparteiischen zu tun.

Warum eigentlich die Strafe? "Ich habe den einen Schiedsrichter-Assistenten gefragt, warum sie zu den letzten Spielen der Saison immer Kreisoberliga-Schiedsrichter aufbieten", bekannte sich der Lok-Coach zu seiner Bemerkung, die ihm im Kreise der erwähnten Referee-Runde sicherlich keine neuen Freunde bescheren wird. Die Tendenz der Aussage aber ist klar, die Höhe des Strafmaßes auch. Körner selbst rechnet mit 100 Euro.

Doch das war noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Mannschaftsbetreuer Franz Rister, ebenfalls in höchstem Maße erregt wegen der Referee-Entscheidungen, legte sich unter anderem mit der Konkurrenz an. Auch dieser Vorfall wurde protokolliert und wird mit einer finanziellen Bestrafung enden.

Darüber hinaus gab es noch das Werfen von Gegenständen auf das Spielfeld und das Zünden von Böllern. Es kommt also einiges zu auf den Verein.

Wie friedfertig lief dagegen doch die Mitgliederversammlung des 1. FC Lok am Freitagabend ab.

Der Verein ist finanziell weiterhin nicht gerade auf Rosen gebettet, das stellte Lok-Präsident Prof. Ulrich Nellessen klar,

Doch Lok geht mit den Geldern sehr verantwortlich um. Im Jahr 2013 gab es einen Gesamtetat von 188 000 Euro, der mit 98 000 Euro Sponsorengeldern gespeist wurde.

Für das laufende Jahr ist die Summe der Sponsorengelder mit 95 000 Euro prognostiziert, ein leichter Rückgang wird also erwartet. Speziell einige größere Firmen in der Region tun sich schwer, dem Sport finanziell unter die Arme zu greifen.

Zurück zum Amsdorf-Spiel. Vincent Kühn erzielte seinen sechsten Saisosntreffer.

Juninho11

Franz Erdmann8

Ouzmane7

Benedikt Nellessen6

Vincent Kühn6

Steven Schubert3

Martin Gebauer2

Niclas Buschke2

Marius Weihrauch2

Edgar Krause1

Philipp Groß1

Hari Karaterzyan1