Blau-Gelb Goldbeck hat am Sonnabend den Fußball-Altmarkpokal 2013/14 gewonnen. Im Finale besiegte das Kahlow-Team Germania Tangerhütte 3:1 (0:1/1:1) nach Verlängerung.

Stendal l 1096 Zuschauer wie zu besten Oberligazeiten. Ein Rahmenprogramm mit Live-Musik (Sax´n Anhalt Orchester), Rock´n Roll (Geschwister Gagelmann), Artistik (Fußball-Freestyler), Tanz (Cheerleader, Bismarker Diamonds) und, und, und. Gänsehaut-Atmosphäre. Es gab am Sonnabend beim Pokaltag anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Kreisfachverbandes Fußball Altmark-Ost nur Sieger.

"Vielleicht haben die zwei Chancen uns einen Schrecken eingejagt."

Der ganz große Gewinner war freilich das Team von Blau-Gelb Goldbeck. Germania Tangerhütte war über 120 Minuten ein ebenbürtiger Gegner und bis zur 40. Minute auch besser.

Die Germanen, von fantastischen Fans unterstützt, begannen wie die Feuerwehr. Chris Rosentreter (5.) und Tim Reiter (6.) hatten die ersten Möglichkeiten, die die Blau-Gelben wachrüttelten. Als Christian Englich auch noch an Goldbecks Keeper Sebastian Braune scheiterte, hatte Tangerhütte in der 15. Minute bereits drei dicke Dinger vergeben. Auf der Gegenseite hatte Philip Lauck eine Chance, der Ball ging knapp vorbei (20.). Kurz vor der Halbzeit ging Germania verdient 1:0 in Front. Sören Buchholz steckte durch und Tim Reiter vollendete zum 1:0. (40.).

Danach war Goldbeck endgültig wach. Bei einem Schuss von Richard Wehrmann köpfte Jörn Schumacher den Ball von der Linie (43.).

Wenig später hatte Wehrmann bereits die nächste Gelegenheit. "Vielleicht haben diese beiden Chancen uns einen Schrecken eingejagt", sagte Germanias Trainer Vasco Lühmann hinterher.

Nach dem Wechsel änderten sich die Spielanteile. Goldbeck nahm das Heft in die Hand. Der Ausgleichstreffer von Karsten Müller (1:1, 54.) war zusätzliche Motivation. Der eingewechselte Eric Treczoks hatte die beste Möglichkeit zur Goldbecker Führung. Es blieb jedoch in der regulären Spielzeit beim 1:1. Verlängerung.

Tangerhütte schien mit den Kräften am Ende. Nach einem Freistoß von Oliver Stachel fabrizierte Daniel Rapczinski ein Eigentor (99.). Goldbeck war jetzt klar in der Vorhand. Als Germania alles nach vorn (auch Torwart Konrad Buschendorf)beorderte, schlug Stachel noch einmal per Weitschuss zu.

Der Ball kullerte ins leere Tor - 1:3. Die Entscheidung.

Fassungslos sanken die Tangerhütter zu Boden, während die Goldbecker unbändig feierten. Einer hatte noch besonderen Grund dazu. Es war für Goldbecks Kapitän Patrick Fankner das letzte Spiel. Von der Mannschaft bekam er noch ein Moped (Schwalbe) geschenkt.

Super fair: Die Goldbecker bildeten bei der Siegerehrung für die Germanen ein Spalier. Da wurden Hände geschüttelt und sich nach einem hitzigen Spiel gegenseitig auf die Schulter geklopft.

Am Ende gab es nur Gewinner. Der größte: der Fußball im Landkreis Stendal.

Germania Tangerhütte: Buschendorf - Tiefenbach (96. Bakowski), Schumacher, Buchholz, Rosentreter (68. Taube), Englich, Schwarz, Reiter, Knackmuß, Poller (80. Studte), Rapczinski.

Blau-Gelb Goldbeck: Braune - P. Huth, Doogs, Stachel, Fankner, Klautzsch, S. Huth (53. Voß, 97. Kottke) , Wehrmann, Lauck (68. Treczoks), Müller, Gross.

Torfolge: 1:0 Tim Reiter (40.), 1:1 Karsten Müller (54.), 1:2 Eigentor Rapczinski (99.), 1:3 Oliver Stachel (120).

SR: Alexander Machui, Assistenten: Thomas Goerges, Johannes Socha.

Zuschauer: 1096. Besondere Vorkommnisse: Keine. Gelbe Karten: 4/6.

   

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