Ihre insgesamt fünfte Saison in der höchsten Handball-Spielklasse des Bundeslandes Sachsen-Anhalt gehen die Männer der SG Seehausen in wenigen Monaten an. Zuletzt sind sie Zwölfter des Klassements geworden.

Seehausen l Am Ende besaßen die Altmärker fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Bei der Betrachtung und Einschätzung der Resultate für die Mannschaften aus der nördlichen Altmark (das trifft auch auf Seehausens Frauen zu) ist immer zu bedenken, dass die Teams praktisch ausschließlich aus eigener Kraft aktiv sind. Spektakuläre Spielerwechsel, wie es sie im Süden unseres Bundeslandes oder in Magdeburg und Umgebung gibt, sind hier unbekannt.

Die Männer aus Seehausen haben insbesondere ein sehr gute Hinrunde gespielt, wie das Gros der Resultate widerspiegelt. Insbesondere die Knappheit der Ergebnisse gegen die sogenannten "Großen" (Ausnahme: Meister Langenweddingen) zeigte, "dass wir unser Spiel aufgezogen und von allen Positionen Torgefahr ausgestrahlt haben. Im Angriff haben wir mutig gespielt und hinten ordentlich Beton angerührt", schätzt SG-Spielertrainer Thilo Hennings ein.

In der zweiten Saisonhälfte war die Spielerdecke oftmals sehr dünn, so dass es kurz vor der Zielgeraden durchaus noch einmal zu Abstiegsnöten kam, wozu sicher auch die da schlechte Chancenverwertung beitrug.

Auf besagter Geraden aber holten sich die Altmärker in den Partien gegen die beiden Absteiger die nötigen Zähler.

In der Abwehrarbeit gab es in der abgelaufenen Serie sicherlich deutliche Verbesserungen, wie auch die Gesamt-Tordifferenz von -49 vermittelt. Derartige Werte sahen in den Serien zuvor teilweise verheerend aus.

Im Angriff bleibt es dabei, dass vom Halblinken Alexander Söhnel und von Benjamin Mittag die meiste SG -Torgefahr ausgeht. Sehr gut integriert ins Angriffsspiel hat sich der vor Saisonbeginn aus Osterburg gekommende Matthias Weber. Er war sehr variabel einsetzbar und und warf im Serienverlauf immerhin 82 Tore.

Die berufsbedingen Spieler-abgänge (Martin Scholz, Michael Neumann) sollten die Altmärker abfedern können, denn aus der A-Jugend, die ebenfalls in der Sachsen-Anhalt-Liga aktiv ist, sind bereits junge Spieler (Nöhring, Lucas) im 1. Männerteam eingesetzt worden,wobei die Tendenz anhalten wird.

Ein Wort noch zu Spielertrainer Thilo Hennigs. Er ist bekanntlich über 40 Jahre und dennoch körperlich bestens in Schuss. Aber für ihn steht definitiv fest: "In der nächsten Saison werde ich als Spieler weiterhin zur Verfügung stehen. Dann ist aber wirklich Schluss."

Zum Trainingsauftakt für die neue Serie "bittet" er freundlichst am letzten Juli-Wochenende.