Wischer l Mit dem Jedermann-Triathlon ist am vergangenen Wochenende der 26. Altmarktriathlon im und um den See von Wischer zu Ende gegangen.

Weit über 300 Aktive sorgten den gesamten Tag über für sportlich starke Leistungen, für eine ausgesprochen gute Wettkampfatmosphäre und für ein gewisses Flair, das große sportliche Wettkämpfe mit zum Teil von weither gereisten Gästen mit sich bringen.

Der "Jedermann" (750 Meter Schwimmen, 14,5 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) stand, was das Wetter anging, unter keinem guten Stern. Kurz vor dem geplanten Wettkampfbeginn um 15 Uhr öffneten sich die Himmelsschleusen. Es schüttete Wasser, und nicht nur das. Auch ein Gewitter entlud sich.

Da war Schwimmen natürlich strengstens verboten. Der Jedermann-Triathlon, später noch einmal von Regen begleitet, konnte eine Viertelstunde jedoch später gestartet werden.

Auf der Schwimmstrecke legte Joel Niklas Maly vom USC Magdeburg den Grundstein für seinen späteren Sieg in der Männerkonkurrenz. Nach 13:19,7 Minuten entstieg er dem See und hatte bereits über eine Minute Vorsprung vor seinen ärgsten Verfolgern.

Die kamen in Gestalt von Frank Schräpel (kein Verein benannt), der die Radstrecke in 24:40,5 Minuten als Bester durchfuhr und auf der Laufstrecke in 19:06,3 Minuten Zweitbester war, sowie dem gebürtigen Altmärker Michael Kovermann (stärkste Laufzeit: 1:18,1 Minuten) immer näher.

Doch bei diese Reihenfolge blieb es am Ende des Männer-Wettkampfs.

Als einziges weibliches Wesen drang die nunmehr für die Triathlonfüchse Osterburg startende Arendseerin Jeannette Brauer in die Männer-Phalanx ein.

Als insgesamt 17. kam sie ins Ziel des Jedermann-Triathlons, etwa zehn Minuten nach Männer-Sieger Maly. Nachdem sie im Schwimmen noch Achte im weiblichen Bereich war, brilliert der Blondschopf beim Radfahren und Laufen mit wahren Glanzleistungen.

Beinahe wäre dem Veranstalter und den Medien durch die Lappen gegangen, dass da am Wochenende ein Europameister in Wischer am Start war. Der erst kürzlich seine Karriere beendende deutsche Schwimmstar Helge Meeuw, unter anderem Europameister, war ziemlich unerkannt über die olympische Distanz gestartet und wurde insgesamt 48.

Der Hasselaner TC (Bestandteil des Veranstalters Laufgruppe Haeder) hatte erstmals den Hut auf beim Altmark-Triathlon. Die Männer und Frauen um Steffen Riedinger organisierten und leiteten mit riesigem Engagement, nach außen hin aber unaufgeregt, halt einfach gekonnt. Ebenso bescheiden und effektiv reihten sich die Vorgänger, Monika und Konrad Stender, in die große Schar der Helfer der sportlichen Großveranstaltung ein.

Für die witzigen Momente von Wischer sorgte wieder einmal der seit 2000 als solcher fungierende Moderator Dietmar Köhne. Fachkundig und dennoch mit sehr viel Spaß unterhielt er die Aktiven und Zuschauer vom Feinsten.

Bilder