Er ist Stammtorhüter des Fußball-Verbandsligisten 1. FC Lok Stendal geworden. Mit dem im Sommer aus Schönebeck gekommenen Keeper Bryan Giebichenstein (20, geboren in Magdeburg), der einen Zweijahresvertrag mit seinem neuen Verein abgeschlossen hat, unterhielt sich Wolfgang Seibicke.

Volksstimme: Wo vor allem haben Sie Fußball-Torhüter gelernt?

Bryan Giebichenstein: Beim Halleschen FC und dem 1. FC Magdeburg in den Mannschaften der U 17 und U 19. Zuletzt war ich beim Schönebecker SC aktiv.

Ist Fußball die einzige Sportart, die Sie mögen?

Nein, Sport mag ich generell sehr. Handball finde ich auch ausgesprochen gut.

Wie sind Sie am Stendaler Hölzchen aufgenommen worden?

Sehr positiv. Wir sind eine junge Mannschaft, befinden uns auch praktisch auf einer Wellenlänge. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass wir Freunde sind. Eine große Aktie daran hat unser Trainer, der sehr oft mit jedem einzelnen Spieler spricht. Auch über Sachen, die außerhalb des Fußballs stattfinden. Er ist sehr nahe dran an der Mannschaft.

Wie beurteilen Sie die Spielweise Ihrer jetzigen Mannschaft?

Tempo und Technik sind ausgeprägt. Das verwundert mich aber nicht, weil die Ausbildung hier gut ist und weil zum Beispiel Andreas Sommermeyer, Moritz Instenberg und Martin Gebauer die Nachwuchsschule des FCM durchlaufen haben.

Zehn Punkte hat Lok nach den ersten acht Saisonspielen auf dem Konto. Sind Sie zufrieden damit?

Nein, die Punktausbeute ist, vorsichtig gesagt, nicht auf dem Niveau, das wir haben.

Wo sehen Sie die Stendaler Lok-Mannschaft am Saisonende?

Unter den top fünf.

Sie haben am vergangenen Sonntag gegen Ihre ehemalige Mannschaft, den Schönebecker SC, gespielt und 11:0 gewonnen. War noch ein Spieler aus der Verbandsligamannschaft der vergangenen Saison dabei?

Nein, das war praktisch die Zweite der letzten Serie. Es tut mir sehr leid, dass der Fußball in Schönebeck derzeit den Bach hinunter zu gehen scheint.

Was machen Sie beruflich und was wollen sie persönlich sportlich erreichen?

Ich stecke in der Ausbildung zum Bürokaufmann und meine Position als Stammtorhüter bei Lok will ich nicht mehr hergeben.