Jeweils mit knappen Siegen hat der 1. FC Lok Stendal in der Verbandsliga aufwarten können. Während die C-Junioren beim VfL Halle 96 überzeugten und mit 3:2 siegten, machten es die älteren Kollegen um einiges spannender und drehten eine enge Partie erst in den Schlussminuten in Sieg.

Stendal l Am Samstag reisten die C-Junioren des 1.FC Lok Stendal zum VfL Halle 96. Durch einen Stau auf der A14 benötigten die Rolandstädter ganze drei Stunden für die Anreise. Doch mit Beginn des Spiels zeigten sich die Lok-Jungs hellwach. Der VfL bestimmte zwar weitestgehend das Spiel, doch in den entscheidenden Szenen hatte Lok die Nase vorn und einen Alexander Klitzing, der an diesem Tag eiskalt seine Chancen nutzte. Erst traf er nach einem Freistoß per Kopf zum 0:1, dann mit einem Gewaltschuss ins kurze Eck zum zweiten Mal. Kurz vor der Halbzeit dann doch noch der Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß konnte die Stendaler Hintermannschaft nicht entscheidend klären, sodass ein Hallenser unbedrängt einschießen konnte. Der Halbzeitpfiff des guten Schiedsrichters Petzka kam den Gästen nicht ungelegen. Auch in der zweiten Hälfte konnte der 1. FC Lok durch viel Laufbereitschaft immer wieder die Angriffe des VfL unterbinden und wiederum traf Klitzing nach einem Freistoß per Kopf. Doch auch das sollte noch nicht die Entscheidung sein. Nach einem katastrophalen Fehler in der Innenverteidigung nutzte Halle die Chance zum erneuten Anschluss. In den letzten zehn Minuten drängten die Gastgeber vehement auf den Ausgleich, doch mit viel Kampfgeist brachten die Lok-Kicker das Ergebnis über die Zeit.

Auch die A-Junioren hatten mit dem TuS Magdeburg-Neustadt einen unangenehmen Gegner vor der Brust. Dies sollten die Gäste im Laufe des Spiels auch unter Beweis stellen. Mit viel Einsatz und Leidenschaft unterbanden die Landeshauptstädter die Stendaler Vorstöße und zwangen sie in der Defensive selbst zu Fehlern. So auch in der 31. Minute, als der TuS in Front ging. Der Spitzenreiter fand auch in der Folge einfach keinen richtigen Zugriff auf das Geschehen, sodass das 0:2 durch einen Strafstoß voll ins Bild passte. Zu allem Überfluss mussten die Platzherren nach einer Ampelkarte die letzte Viertelstunde auch noch zu zehnt agieren. Doch dies wirkte wie eine Initialzündung, denn nun war der Kampfgeist der Troeger-Elf gefragt. Drei Minuten vor dem Ende gelang Paul Schönburg schließlich das 1:2. Nur eine Zeigerumdrehung später glich Ramon Schröder sogar aus. Doch die wie im Rausch spielenden Stendaler wollten mehr. Und sie wurden belohnt. Robin Kroschel sorgte in der 90. Minute für das erlösende 3:2.

Statistik

1. FC Lok Stendal C-Junioren: Rothe - Riehn, Klukas, Wendt (57. Metzlaff), Zersch, Ziesmann, Paehr (36. Klautzsch), Eggert, Klitzing (63. Lämmerhirt), Stephan (42. Fabian), Balliet.

Torfolge: 0:1, 0:2, 1:3 Klitzing (12., 23., 44.), 1:2 (32.), 2:3 (69.).

1. FC Lok Stendal A-Junioren: F. Schröder - Winkel, Mahrhold, Beckmann, Ehricke (50. Olschewski), Klukas (86. Lingnau), R. Schröder, Salge, Schönburg, R. Kroschel, S. Kroschel.

Torfolge: 0:1 (31.), 0:2 (60./FE), 1:2 Schönburg (87.), 2:2 Schröder (88.), 3:2 R. Kroschel (90.).