Stendal l In der Fußball-Verbandsliga hat die Mannschaft von Lok Stendal im gestrigen Punktspiel bei Edelweiß Arnstedt 1:1 gespielt.

Die beiden Kontrahenten gestalteten ihre jeweiligen Spielweisen auf dem recht kurzen Arnstedter Sportplatz sehr unterschiedlich. Gastgeber Edelweiß spielte "langen Hafer". Mit weiten Bällen, vor allem aus der Abwehr, auf den bekannten Angreifer Matthias Härtl wurde versucht, eigene Torgefahr zu erzeugen. Ein ausgeprägtes Mittelfeldspiel gab es beim Gastgeber zunächst praktisch nicht.

Anders die Altmärker, die kurzfristig auf den erkrankten Niclas Buschke verzichten mussten. Sie sind spielerisch stärker und unterstrichen das auch in Arnstedt. In Philipp Grempler, Benedikt Nellessen und Vincent Kühn besaßen sie gestern gleich drei Sturmspitzen.

In den ersten 45 Spielminuten hatten beide Teams wenige Torchancen. Kühn rutschte gleich zweimal bei scharfen Flanken von der rechten Seite am Spielgerät vorbei. Außerdem waren die Gäste mit einem Hinterhaltsschuss von Moritz Instenberg aus 30 Meter Entfernung gefährlich.

Nach einer guten Viertelstunde Spielzeit konnten sie und der mitgereiste Anhang jubeln. Nach einem Eckball war der aufgerückte Abwehrspieler und Kapitän Philipp Groß zur Stelle und netzte zum 0:1 ein.

Andererseits hatte auch Lok-Keeper Bryan Giebichenstein zu tun. In der 22. Minute war er gegen Arnstedts Julian Baum auf der Hut, neun Minuten später bei einer torgefährlichen Aktion ebenfalls der Sieger. Zur Pause hatte die knappe Führung für die Gäste Bestand.

Natürlich war in den zweiten 45 Minuten eine größerer Druck seitens der Gastgeber zu erwarten. Sie waren als Tabellendritter und damit als Favorit in diese Begegnung gegangen.

Nichts anderes trat ein. Edelweiß betrieb weiter sein "kick and rush", jetzt allerdings noch deutlich energischer.

Die Altmärker mussten höllisch auf der Hut sein, zumal sie im zweiten Spielabschnitt nicht mehr so konsequent wie zuvor eigene Angriffe starteten. In der 70. Minute gab es einen Abschlag vom Gastgeber-Keeper. Das Leder landete schließlich ausgerechnet beim Edelweiß-Torjäger Härtl, der sich die Chance natürlich nicht entgehen ließ und zum 1:1 einschoss. Es war sein neuntes Serientor. Die Altmärker ließen gegen den weiter anstürmenden Kontrahenten keinen Gegentreffer mehr zu. Einen großen Anteil daran hatte Keeper Giebichenstein.

"Bei diesem physisch starken Team einen Punkt zu holen ist in Ordnung", befand Lok-Trainer Sven Körner.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sommermeyer, Groß, Erdmann, Schubert, Instenberg, L. Breda (90. N. Breda), Nellessen, Kühn, Grempler (90+3. Karaterzyan).

Zuschauer: 360, Schiedsrichter: R. Walter, Torfolge: 0:1 Groß (17.), 1:1 Härtl (70).