Die Kicker von Lok Stendal haben am Sonnabend bei Romonta Amsdorf mit 2:1 gewonnen und stehen nunmehr bei 18 Saisonpunkten.

Amsdorf/Stendal l Lok Stendal trat mit der klaren Zielstellung an, wieder mal einen Dreier auswärts einzufahren. Die Vorstellungen des Amsdorfer Trainers im Programmheft sahen auch drei Zähler vor.

Bei den Gästen fehlten Philipp Grempler und Vincent Kühn krankheitsbedingt, Martin Gebauer saß seine gelben Karten ab. Trainer Sven Körner stellte um, in der Innenverteidigung lief Erdmann auf, im Mittelfeld Sommermeyer und im Sturm von Anfang an Hari Karaterzyan sowie Buschke. Alle eingesetzten Akteure machten ihre Sache gut.

Von Anfang an spielten die Stendaler sehr diszipliniert, verschoben erfolgreich und störten den Gastgeber beim Spielaufbau durch ein gekonntes Pressing. Selbst zogen sie, die von den Zuschauern, so auch vom anwesenden Henry Weiskopf, als technisch bestes Team der Liga bezeichnet wurden, gekonnt ihr Spiel auf. Lange diagonale Pässe wechselten sich mit gekonntem Kurzpassspiel ab. Dadurch waren die Gastgeber meist gezwungen, dem Leder hinterherzulaufen. Lok kam zu einigen hochkarätigen Chancen. So in der achten Minute, als Benedikt Nellessen den Ball nach einer Ecke von Erdmann rechts vorbei zog. In der 18. Minute nach wiederum einer Ecke machte es Nellessen besser. Aus fünf Metern ließ er dem Amsdorfer Keeper keine Chance - 0:1. Weitere Möglichkeiten ließen nicht auf sich warten. Nellessen konnte seine Chancen in der 36. und 43. Minute leider nicht nutzen. Er war an diesem Tag dennoch der beste Stürmer und von den Gastgebern kaum zu halten.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Altmärker klar überlegen. Danach aber waren wieder mal die Amsdorfer dran, Fengler traf aus elf Metern den rechten Außenpfosten. Nachdem Moritz Instenberg in der 77. Minute das Leder links am Keeper vorbei zog, wurde ein Amsdorfer Spieler am Strafraum gefoult. Den Freistoß verwandelte der eingewechselte Müller per Kopf. Amsdorf verstärkte nun den Druck, wobei die Gäste auch Glück hatten.

Die Altmärker spielten aber diszipliniert weiter. Stendal setzte sich in den letzten Minuten in der Amsdorfer Seite fest. In der 89. Minute bekam Lok einen Eckball, Erdmann trat diesen. Der Ball kam zu Sommermeyer, von ihm zu Philipp Groß, der schließlich zum 1:2 traf.

Danach war nur noch ein Haufen glücklicher Stendaler Spieler zu sehen. Ein sichtlich erleichterter Coach Körner kommentierte nach dem Spiel: "Lob an die Mannschaft. Sie hat bis zuletzt an sich geglaubt und eine sehr disziplinierte Leistung geboten. Besonders stark war der Auftritt von Andreas Sommermeyer."

Stendal: Giebichenstein - N. Breda, Sommermeyer, Sikulskyi, Groß, Erdmann, Schubert, Instenberg, Karaterzyan (87. Guhla), Nellessen, Buschke (90. L. Breda).

Zuschauer: 84, Schiedsrichter: Tristan Tauche, Torfolge: 0:1 Nellessen (18.), 1:1 Müller (79.), 1:2 Groß (89.).