Seit drei Halbserien trainiert Sven Körner die Verbandsligamannschaft des 1. FC Lok Stendal. Wolfgang Seibicke sprach mit ihm unter anderem über Stärken und "Baustellen" im Team.

Volksstimme: Ihre Mannschaft hatte einen zunächst in dieser Größe gar nicht vorhersehbaren personellen Abbau im Sommer zu verkraften - von Ronneburg über Ouzmane bis Juninho. Auf welchen Positionen bereitetet der Abbau Ihnen die größten Schmerzen?

Sven Körner: Juninhos Weggang tut sehr weh. Er war im letzten Jahr schon ein sehr wichtiges Teil unseres Spiels. Aber es nützt nichts, nach hinten zu schauen, sondern wir wollen nach vorne blicken, und da sind die Jungs, die jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen, wichtiger.

Wo lagen in der ersten Halbserie die Stärken Ihrer Mannschaft?

In der mannschaftlichen Geschlossenheit sowie im spielerischen Bereich. Ich denke, wir sind in der Verbandsliga das Team, das sich die meisten Großchancen erarbeitet.

An welchen "Baustellen" müssen Sie noch arbeiten?

Wir müssen uns im Defensivverbund und in der Chancenverwertung weiterentwickeln. Wir bekommen zu viele einfache Gegentore und brauchen zu viele Möglichkeiten, um ein Tor zu erzielen.

Ist das Fehlen eines Stürmers auf dem Wege der Behebung?

Wir sondieren weiter den Markt. Wenn wir einen Spieler finden, der unserer Philosophie entspricht sowie charakterlich und finanziell zu uns passt, dann kann es sein, dass wir noch etwas tun.

Wie feiern Sie den Jahreswechsel?

Ich werde ganz in Ruhe mit Familie und Freunden das Jahr ausklingen lassen.