In den höherklassigen Handball-Ligen des Landes stehen die darin vertretenen Teams aus dem Kreis Stendal am kommenden Wochenende vor kniffligen Aufgaben. Die Sachsen-Anhalt-Ligisten aus Seehausen haben zwar jeweils ein Heimspiel, sind aber nicht als Favoriten anzusehen

Seehausen/Osterburg l Die drei Erwachsenen-Mannschaften der SG Seehausen spielen am Sonntagnachmittag nacheinander in der heimischen Wischelandhalle.

"Wir geben uns praktisch die Klinke in die Hand"

Nach den 2. Männern (ab 13.30 Uhr gegen Kali Wolmirstedt) und den Frauen (15.15 Uhr, Lok Schönebeck), haben die 1. Männer ab 16.45 Uhr gegen den HSV Madeburg den letzten Auftritt des Handball-Tages. "Wir geben uns praktisch die Klinke in die Hand", meint Thilo Hennigs, der Spielertrainer der Seehäuser Sachsen-Anhalt-Ligamänner.

Die Wischestädter empfangen mit dem HSV aus der Landeshauptstadt den Dritten des Klassements (20:8 Punkte). Die Magdeburger haben zuletzt gegen Wolfen hoch mit 36:25 gewonnen. Freiwillig werden die Altmärker (10./10:18) den Gästen nicht die Punkte überlassen. "Im Hinspiel haben wir lange sehr gut mitgehalten und am Ende nur mit 25:30 verloren", weiß Thilo Hennigs noch sehr genau. Die Seehäuser müssen natürlich die Kreise der "Tormaschine" Michael Jahns einengen und ihre eigene Fehlerquote weiter minimieren.

Der Seehäuser Moritz Leo hat sich vor einigen Monaten dem HSV Magdeburg angeschlossen und ist am Sonntag in den Reihen der Gäste zu erwarten.

Seehausens Frauen (11./3:21) erwarten in der Sachsen-Anhalt-Liga den Tabellenvierten Lok Schönebeck in der Wischelandhalle. Die Gäste (17:7 Punkte) sind die klaren Favoriten, zumal sie im Hinspiel die Nase beim 30:21 deutlich vorn hatten. Seehausens Mannschaft musste zuletzt in der letzten Viertelstunde der Partie in Bernburg auf Führungsspielerin Bianca Braune wegen einer Rückenverletzung verzichten.Aller Voraussicht nach wird sie am Sonntag gegen Lok Schönebeck wieder mit ihrem Team auflaufen können.

In der Verbandsliga Nord tritt Osterburgs Team am Sonnabend bei TuS Magdeburg-Neustadt an. Im Hinspiel setzte es eine 31:33-Heimniederlage für die Biesestädter.

"Da waren wir personell geschwächt", weiß Guido Eberhardt aus dem Trainer-Trio. Wenn die Osterburger in Bestbesetzung antreten können, dann können sie in diesem Feld jedem Kontrahenten zu schaffen machen.

Bester Beweis: Osterburgs HSG ist die einzige Mannschaft, die dem klaren Spitzenreiter Post Magdeburg bislang die Punkte abjagen konnten. Beim 29:19 fegten sie die Landeshauptstädter förmlich aus der Halle.

Am morgigen Sonnabend bei TuS ist ähnliche Konzentration wie damals gegen die Postler nötig, um gegen die Neustädter nicht wieder zu verlieren. Voraussichtlich kann die HSG in Bestbesetzung auflaufen.