Am Wochenende sind im Handball-Spielbetrieb nur zwei Herrenmannschaften aus dem Landkreis Stendal aktiv.

Seehausen/Osterburg l Die SG Seehausen tritt am Sonntag um 17 Uhr in der Sachsen-Anhalt-Liga beim HSV Haldensleben an. Bereits am heutigen Sonnabend empfängt die HSG Osterburg in der Verbandsliga das Team von Eiche Biederitz. Anwurf ist um 15 Uhr.

Die Seehäuser haben derzeit keine Verletzten, aber einen gesperrten Spieler. Alexander Söhnel muss nach seiner Roten Karte einen Spieltag Sperre absitzen.

"Das ist schon ein schwerer Nackenschlag, weil er einer unser Goalgetter ist. Dementsprechend muss die Mannschaft enger zusammenrücken und das auf die Platte bringen, was wir in den vergangenen drei Auswärtsspielen gezeigt haben", sagte Seehausens Coach Thilo Hennigs im Vorfeld dieser Partie. Zuletzt hat die SG auswärts überzeugt - zwei Siege und eine knappe Niederlage stehen im Protokoll.

An das Hinspiel erinnerte sich Hennigs gern. "Da haben wir gewonnen. Aber Haldensleben hatte zu Saisonbeginn fast einen neuen Kader, der jetzt mehrere Schritte vorwärts gemacht hat. Ich denke, Haldensleben ist der Favorit", erklärt Hennigs. Natürlich wollen die Altmärker nicht in die Ohrelandhalle fahren, um zu verlieren. "Wir wollen schon was mitnehmen, ich hoffe natürlich auf einen Sieg", meint Hennigs, der weiter sagt: "In der großen Ohrelandhalle vor vielen Zuschauern zu spielen, das macht immer Spaß, besser als irgendwo in einer kleinen Schulsporthalle."

Das letzte Heimspiel verlor Haldensleben mit 21:22 gegen den SV Langenweddingen. "Wir waren sehr niedergeschlagen", erinnert sich Matthias Schröder, Trainer des Sachsen-Anhalt-Ligisten. Dennoch war es der Beginn eines Aufwärtstrends, den die Haldensleber vor zwei Wochen mit einem 29:23-Erfolg bei der HSG Wolfen fortsetzten. "Ich habe der Mannschaft gesagt, wie schwer und wie wichtig das Spiel gegen Seehausen für uns ist. Und dass es auch ein Stück richtungsweisend ist", erklärt Schröder.

Noch ist es ein Nachbarschaftsduell: der HSV ist Neunter (12:18-Punkte), Seehausen Zehnter (10:20). Aber Haldensleben möchte gerne umziehen in eine höhere Etage. "Wir wollen die zwei Punkte, um uns Luft nach unten zu verschaffen und um perspektivisch den Blick nach oben zu riskieren."

Die HSG Osterburg muss erst einmal die zwei Niederlagen des Wochenendes verarbeiten. Während die klare Punktspielpleite gegen den Verbandsliga-Spitzenreiter gut weggesteckt wurde, war das Ausscheiden im HVSA-Pokal gegen Landsberg schon ganz schön bitter.

Doch der Auftritt gegen diesen höherklassigen Gegner sollte der HSG-Sieben für die weiteren jetzt noch anstehenden Aufgaben in der Liga Mut machen.

Und die heutige Aufgabe wird keine leichte werden. Biederitz ist als Siebter nur einen Punkt hinter der HSG. Im Hinspiel ging es super eng zu. Osterburg holte beim 33:32-Auswärtssieg seine ersten beiden Saisonzähler.

Zwei Ausfälle haben die Biesestädter zu beklagen. Neben dem schon länger verletzten Tom Kuhlmann fällt auch Spielertrainer Sebastian Papendiek aus.

Papendiek: "Biederitz ist eine spielstarke Mannschaft, die nur über eine gute Abwehr zu lösen ist. Zudem besitzen sie einen guten Torwart und starke Außen. Über eine gute Mannschaftsleistung wie gegen Landsberg sollten aber zwei Punkte möglich sein. Es sind aber jedes Jahr knappe Spiele gewesen."

Die bisherige Heimbilanz, Osterburg hat erst fünf Heimpartien ausgetragen, ist durchwachsen. Drei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Auf heftigen Widerstand seiner Gegenspieler muss sich bestimmt auch Philipp Kiebach gefasst machen. Denn die erzielten 18 Tore aus dem Pokalspiel gegen Landsberg werden sich bestimmt auch nach Biederitz rumgesprochen haben.