Nach den jüngsten Heimniederlagen für die Handballmänner beziehungsweise -frauen der SG Seehausen sind in der Wischelandhalle besonders lange Gesichter registriert worden.

Seehausen l Es waren die Höhen der Niederlagen, 31:41 der Frauen gegen Fermersleben und 18:26 der Männer gegen Langenweddingen, sowie die Chancenlosigkeit der Heimmannschaften, die den SG-Fans große Sorgenfalten auf die Stirn trieben.

Das Abstieggespenst ist besonders für die auf dem elften und damit vorletzten Platz stehenden Seehäuser Frauen präsenter denn je. Ein Blick in die Durchführungsbestimmungen der Handballverbandes von Sachsen-Anhalt für den Frauen-Bereich der höchsten Spielklasse des Landes unterstreicht das: "Die auf Platz elf und tiefer liegenden Mannschaften steigen in ihre Spielbezirke ab."

Darüber hinaus steht dort aber auch: "Steigen mehr Mannschaften von oben ab, wird die Staffelstärke der jeweiligen Sachsen-Anhalt-Liga angeglichen."

In dem Fall ist ein Blick auf die Mitteldeutsche Oberliga nützlich. Dort sieht es für die Teams aus Sachsen-Anhalt gut aus. Der derzeit Schlechteste aus unserem Bundesland ist der BSV Magdeburg (13:11 Punkte) als Tabellenfünfter. So ist davon auszugehen, dass kein Team aus Sachsen-Anhalt im Sommer aus der MDO absteigen muss.

In einem solchen Fall gibt es natürlich Hoffnungen bei der SG, dass sie als derzeit Vorletzter auch in Zukunft in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen vertreten ist.

Das ist angesichts der saft- und kraftlosen Leistung, die das Team gegen den Fermersleber SV abgeliefert hat, aber alles andere als sicher. Die kurz vor Spielschluss am Fuß verletzte Franziska Bäse räumte ein: "Das war eine katastrophale Leistung von uns."

In dem Zustand, in der sich der ehemalige Mitteldeutsche Oberligist aus der Altmark derzeit befindet, ist ihm wahrlich kein Punktgewinn mehr zuzutrauen. Die Mannschaft muss sich jetzt endlich zusammenraufen.

Anders ist die Lage bei den Seehäuser Männern. Die sind in der 14er Staffel ihrer Sachsen-Anhalt-Liga mit vier Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz Zwölfter.

Das Team ist allerdings im Heimspiel gegen Langenweddingen in der ersten Halbzeit speziell von der Gästeabwehr regelrecht vorgeführt worden.

Aber: Bei Ihnen war ganz eindeutig eine Trotzreaktion erkennbar. Sie haben zwar auch im weiteren Verlauf der Partie spielerisch alles andere als überzeugt, doch ein Abschlachten war für sie keine Frage. Die Mannschaft um Spielertrainer Thilo Hennigs kämpfte.

Und das wird sie auch weiterhin tun. Schon am kommende Sonnabend ist das bitter nötig, denn dann ist das Team in einem Sechspunkte-Spiel beim Vorletzten HSG Wolfen gefordert.