Stendal l Die Kicker von Verbandsligist Lok Stendal, und beileibe nicht nur die, sind gespannt auf ihren ersten Punktspielauftritt des Jahres 2015, der am Sonntag (!) bei der Zweiten des Halleschen FC über die Bühne geht.

Von der Papierform her sind die Hallenser zu favorisieren. Nicht nur, weil sie als Tabellenachter um einen Platz besser da stehen als die Altmärker. Es war in der Vergangenheit praktisch eine Gesetzmäßigkeit, dass Lok in Halle nichts zu holen hatte, wie die Bilanz vergangener Jahre unterstreicht. Halles Zweite war zwischenzeitlich Bestandteil der Oberliga, doch in der Verbandsligaserien 2009 bis 2012 hieß es zum Beispiel 4:1, 3:2 und 5:0 aus Sicht des Gastgebers.

Im Hinspiel dieser Saison lieferten sich die beiden Mannschaften am Stendaler Hölzchen ein wahrhaft rassiges Duell, das 3:3 endete und in dem Neuzugang Philipp Grempler die drei Lok-Treffer markierte.

Die Stendaler Elf trug ihre Generalprobe für das Punktspiel am Sonntag am Dienstagabend beim NOFV-Oberligisten Optik Rathenow aus und unterlag dort nach schwachem Start, jedoch erheblicher Steigerung mit 3:5.

Die Hallenser Elf verlor ihren letzten Test bei Oberligist Askania Bernburg 2:3. Vom Berburgs Trainer Dietrich erhielt Lok-Coach Sven Körner Kenntnis darüber, dass die sehr athletisch daher kommenden Hallenser ein ausgesprochen hohes Pressing betreiben und sehr variabel ihre taktischen Formationen verändern. Da kommt also wieder ein harter Brocken auf die Altmärker zu.

Da ist es von Nachteil, dass Lok ausgerechnet jetzt größere personelle Sorgen hat. Andreas Sommermeyer (Trommelfell-OP), Moritz Instenberg (Grippe-Infektion), Benedikt Nellessen (Rückenprobleme) und Steven Schubert (im Rathenow-Test umgeknickt) drohen für das HFC-Spiel auszufallen.

Sehr positiv ist derzeit dagegen die Entwicklung des Ukrainer Artem Sikulskyi zu sehen. Nicht nur, dass er aus der Lok-Abwehr nicht mehr wegzudenken ist. Er büffelt jeden Tag an der Fachhochschule Deutsch und hat auch beruflich sehr gute Chancen.