Stendal (wse) l Das Funktionsgebäude der Stadions Am Hölzchen ist um eine kleine, aber feine Attraktion reicher. Seit dem vergangenen Wochenende gibt es eine Ausstellung der Trainer der BSG Lokomotive (FSV Lok Altmark, 1. FC Lok) Stendal, und zwar in zeitlicher Reihenfolge seit Ende 1949.

Der Stendaler "Lok-Edelfan" Dirk Schultz war bereits in den Jahren zuvor in allererster Linie dafür verantwortlich, dass das relativ moderne Gebäude am Hölzchen inzwischen auch eine Stätte ist, in der man die Geschichte des Stendaler Lok-Fußball mittels Fotos und Plakaten sehr gut verfolgen kann.

Angeregt durch den ehemaligen Mannschaftsleiter Hartmut Föllner, der mittlerweile in Dresden lebt, und mit Unterstützung durch den Berliner Lok-Statistiker Matthias Riemann, machte sich Schultz in den letzten Monaten an die Trainer-Auflistung.

Am vergangenen Sonntag im Rahmen des Verbandsligaspiels Stendal gegen IMO Merseburg gab es wohl keinen Lok-Fan, der nicht mal vorbeischaute an der Liste, die zumeist auch mit Fotos der Übungsleiter versehen ist.

Nebenbei waren einige interessante Fakten zu erfahren. Erster dort aufgelisteter Trainer ist Paul Kugler (ohne Foto), der neueste seit Sommer 2013 bekanntlich Sven Körner.

Relativ unbekannt ist sicherlich, dass Peter Güssau insgesamt fünf Mal bei Lok Trainer-Verantwortung übernahm, davon zumeist, wenn es richtig brenzlig wurde.

Nicht unbedingt sehr geläufig ist auch, dass der seit Sommer 1999 das Traineramt inne habende und Mitte Oktober des gleichen Jahre kündigende Fritz Bohla am 22. Oktober noch einmal für fünf Stunden, so lange dauerte eine wegweisende Beratung, Lok-Übungsleiter war.

Überhaupt ist die Sammlung von Utensilien zur Geschichte des Stendaler Lok-Fußballs größer geworden. Der Stendaler Jens-Peter Unnau überreichte Dirk Schultz zum Beispiel etliche Ansetzungs-Plakate aus früheren Jahrzehnten. Man kann sicher sein, dass die Gesamt-Darstellung der Geschichte des Stendaler Lok-Fußballs weitere Ergänzungen erfährt.