Im wichtigen Fußball-Landesligaspiel gegen den Abstieg hat sich Saxonia Tangermünde gegen den FC Einheit Wernigerode hauchdünn, aber am Ende verdient 2:1 (2:1) durchgesetzt.

Tangermünde l "Schiri, Schluss." Dem Saxonia-Anhang schien die Nachspielzeit viel zu lang.

Für beide Mannschaften stand zu Beginn die Sicherheit im Vordergrund - unter dem Motto: "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste." Tangermünde bestimmte zwar das Spiel, aber die Gäste standen hinten sicher. Mit langen Bälle versuchten die Harzer, das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Torszenen gab es jedoch in der ersten Halbzeit wenig. Ein Hinterhaltsschuss von Martin Gödecke (4.) und ein Freistoß von Florian Guhla (10.) brachten wenig Gefahr. Tobias Plantikow hatten für Wernigerode in dieser Phase die beste Möglichkeit, die er jedoch vergab (15.). Einmal klingelte es aber dann doch im Einheit-Kasten. Erik Teege stand jedoch im Abseits. Die Entscheidung war hauchdünn (36.).

Gleich nach dem Wechsel hatte Kevin Wilcke die große Gelegenheit, die Harzer in Front zu bringen. Er wurde jedoch noch abgedrängt. Sein Schuss ging vorbei.

Vor 130 Zuschauern übernahm dann aber wieder Saxonia die Initiative. Nach einem Gewühl im Strafraum schaltete Teege am schnellsten. Er traf zur von Saxonias Anhang umjubelten 1:0-Führung (54.). Die Gäste waren gezwungen, mehr für das eigene Angriffsspiel zu investieren. "Kopf hoch, bringt Spannung rein", schrie Martin Gottowik seine Mitspieler an. Der Schuss ging vorerst nach hinten los. Nach Solo von Teege war es Michael Fraaß, der das 2:0 (59.) markierte. Das Spiel war aber lange noch nicht gelaufen. Wernigerode gab danach völlig die Zurückhaltung auf, fightete und stürmte. Aber die Abwehr um Daniel Gassel, Marcel Werner und Christoph Miedreich präsentierte sich als Fels in der Brandung. Es kam kaum ein Ball durch. Ein Seitfallzieher von André Kopp (63.) oder ein Freistoß von Wilcke (66.) waren nicht wirklich gefährlich. Saxonia schien den Vorsprung sicher in den Hafen zu retten. Als jedoch Martin Gottowik sechs Minuten vor Ultimo per Kopf der Anschlusstreffer gelang, wurde es noch einmal hektisch und spannend.

"Schiri, Schluss." Nach einigen Minuten Nachspielzeit nahm Marco Peters sein "Werkzeug" in den Mund und pfiff ab. Endlich - für den Saxonia-Anhang. Am Ende stand ein verdienter 2:1-Sieg für die Gastgeber im Spielprotokoll.

Saxonia Tangermünde: Kuss - Gassel, Werner, Miedreich, Guhla (75. Kozik), Teege (90. Meißner), Fraaß, Gödecke, Korte (70. Preuss), Lehmann.

Wernigerode: Helmstedt - Braitmeier (55. Lindemann), Richardt, Kopp, Werner, Gottowik, Wipperling, Pape, Oberstädt (46. Hilcke), Kopp, Plantikow (79. Wienert).

Torfolge: 1:0 Erik Teere (54.), 2:0 Michael Fraaß (59.), 2:1 Martin Gottowik (84.).

Schiedsrichter: Marco Peters, Assistenten: Sven Schottenhamel, Burkhard Kramp, Zuschauer: 130.