Durch einen direkt verwandelten Freistoß von SVE-Torjäger Philip Müller, sicherte sich der SV Eintracht Salzwedel 09 am Sonnabend drei Punkte bei Rot-Weiß Arneburg und klettert damit weiter nach oben in der Tabelle.

Arneburg l Mittlerweile befindet sich die Mannschaft von Burghardt Schulze schon auf Rang sechs und schnuppert nach starkem Start in die Rückrunde an den vorderen Plätzen der Liga. Die Ostaltmärker aus Arneburg setzen hingegen ihren Abwärtstrend fort und müssen nach 20 Spieltagen mit Position acht vorlieb nehmen.

An der Stendaler Straße nahm der Gastgeber vor 99 Zuschauern das Zepter vom Anpfiff weg in die Hand. Man attackierte die Jeetzestädter früh in der eigenen Hälfte und versuchte schnell über die Außen zum Torerfolg zu kommen. Die Gäste aus Salzwedel verschliefen, mittlerweile schon traditionell, die Anfangsphase und leisteten sich dabei eine enorm hohe Fehlpassquote.

In der neunten Minute hätte sich die Elf von Mario Forstreuter beinahe für den starken Auftritt belohnt. Stefan Haupt erlief einen starken Pass in die Tiefe, wurde beim Torabschluss aber entscheidend von Lukas Werner gestört, so dass er den Ball nicht platziert aufs Tor bringen konnte. SVE-Schlussmann Dean Kamith packte im Nachfassen zu.

Nur drei Minuten nach dieser Aktion wurde es wieder gefährlich für das Salzwedeler Tor. Florian Steinhagen schlenzte einen Freistoß aus halblinker Position nach innen. Dieser fand im Strafraum keinen Abnehmer und ging nur um haaresbreite am Kasten vorbei.

Nach etwas mehr als einer Viertelstunde versuchten auch die Gäste aus der Baumkuchenstadt nach vorne zu spielen. SVE-Spielführer Gregor Roth setzte sich im Strafraum entscheidend durch und passte nach innen. Lukas Werner in der Mitte, rutschte der Ball aber über den Spann, sodass die Chance verpuffte.

In der Folge wirkte das Spiel nun ausgeglichener. Arneburg konnte zwar nach wie vor etwas mehr Spielanteile vorweisen, aber die klaren Möglichkeiten hatte Eintracht. Wie in der 29. Minute beim Salzwedeler Konter. Philip Müller setzte seinen Sturmpartner Gregor Roth in Szene, der zunächst Michael Winckelmann ausstiegen ließ, den Ball dann aber denkbar knapp am Tor der Hausherren vorbei setzte.

Drei Minuten nach dieser Aktion sollte es wieder gefährlich werden für das Tor von Tobias Maier. Aus zentraler Position, 20 Meter vor dem Tor, lief Philip Müller zum Freistoß an. Der Ball wurde so entscheidend von der Mauer abgefälscht, dass er hinter dem Keeper im Kasten einschlug - 0:1.

Arneburg ließ sich aber von der bis hierhin schmeichelhaften Führung des SV Eintracht Salzwedel nicht beeindrucken und spielte weiter munter nach vorn. Fünf Minuten vor der Pause hätte man sich auch fast dafür belohnt. Nach einem Salzwedeler Abstimmungsfehler in der Defensive war Winterneuzugang Marcel Weidebach frei durch, scheiterte aber am starken SVE-Rückhalt Kamith.

Dieser zweite Durchgang begann exakt wie der Erste. Die erste Viertelstunde des zweiten Abschnitts gehörte allein der Forstreuter-Elf. Die Gastgeber mühten sich, hatten aber zumeist Pech im Abschluss. Stefan Haupt (47.), aus der Drehung, Stephan Boy (51.) und Florian Steinhagen (55.), aus dem Rückraum, trafen das Tor einfach nicht. Anschließend konnten die Westaltmärker aus der Kreisstadt das Spiel durch frische Kräfte beruhigen und stabilisierten damit die Abwehr. Wie schon in Goldbeck erwies sich die Salzwedeler Dreierkette, um Abwehrchef Julian Seehausen, als schwer überwindbar und hielt die meiste Gefahr weg vom Tor. Allerdings verpassten es auch die Gäste den Sack zu, zu machen. Der eingewechselte Nico Schmidt (59.) scheiterte ebenso wie Philip Müller nach schönem Solo (64.).

Die Hausherren hatten in der letzten halben Stunde nur noch eine gefährliche Tormöglichkeit. Christian Nix haute einen Freistoß, 25 Meter vor dem Tor, nur an den linken Außenpfosten und verpasste somit die Chance zum Ausgleich (75.). In der Schlussphase wurde das Spiel nun auch nochmal etwas ruppiger, aber am Ende blieb es dann beim 0:1-Auswärtssieg für Salzwedel, indem Philip Müller abermals zum Matchwinner avancierte.

Tor: 0:1 Philip Müller (32.).