In der Fußball-Verbandsliga der A-Junioren hat der 1. FC Lok Stendal das Spitzenspiel gegen Tabellenführer SV Eintracht Salzwedel mit 0:2 verloren und somit den Sprung auf den Platz an der Sonne verpasst.

Stendal l Viele Zuschauer hatten sich an der Stendaler Haferbreite eingefunden, um dem mit Spannung erwarteten Duell der beiden besten Teams der Liga beizuwohnen. Doch in der ersten Halbzeit sollte es allenfalls taktisch ein Leckerbissen sein. Beide Vertretungen tasteten sich zunächst ab und waren darauf bedacht dem Gegner keinen Raum zum Kombinieren zu gewähren. So begegnete man sich vor dem Halbzeitpfiff auf Augenhöhe, ohne das ein Team ein Chancenplus besitzen sollte.

Im zweiten Spielabschnitt schaltete die Eintracht einen Gang hoch und besaß fortan mehr Spielanteile. So präsentierten sich die Westaltmärker in den Zweikämpfen einsatzfreudiger und hatten somit in den entscheidenden Momenten oft die Nase vorn.

Die Gastgeber rutschten nun immer tiefer in die eigene Hälfte, da man es selbst verpasste Druck auf den Gegner aufzubauen. Nach gut einer Stunde war die bis dato von Johannes Mahrhold sehr gut organisierte Defensive schließlich geschlagen.

Infolge eines lang geschlagenen Freistoßes auf Höhe der Mittellinie konnten die Stendaler das Leder nicht richtig klären, sodass die Kugel vor die Füße von Mohammad Sepher Sadat fiel. Er verwertete diesen sogenannten zweiten Ball eiskalt und netzte zur Führung ein.

Die Troeger-Elf mühte sich nach Kräften, um die drohende Niederlage noch abzuwenden, doch es sollte ihnen im Spiel nach vorne einfach nichts gelingen.

Ein Abspielfehler von Fabian Ehricke nahe des eigenen Strafraums führte indes auf der Gegenseite zur Entscheidung in diesem Spitzenspiel: Salzwedels flinker Stürmer schnappte sich das Leder, marschierte bis zur Grundlinie und legte dann quer auf den mitgelaufenen Mitspieler Lukas Werner - 0:2.

Auch in der verbliebenen Spielzeit fand der 1. FC Lok nicht die passende Antwort und musste sich unter dem Strich geschlagen geben.

Stendals Coach Ralf Troeger fand indes anerkennende Worte für den Gegner aus Salzwedel: "Wir haben einfach zu selten den Gegner unter Druck setzen können und somit der Eintracht zu viel Platz gewährt. Der Sieg geht völlig in Ordnung."

Am kommenden Sonntag wartet nun mit dem SSV Gardelegen der nächste Westaltmärker auf Lok.

1. FC Lok Stendal: F. Schröder - Winkel, Mahrhold, Ehricke (75. Stark), Bubke, S. Kroschel, R. Kroschel, Seidl (70. Seidel-Holland), Olschewski (75. Klukas), Salge, R. Schröder.

Torfolge: 0:1 Mohammad Sepher Sadat (61.), 0:2 Lukas Werner (67.).