In einem gutem Fußball-Kreisoberligaspiel haben sich der Schinner SV Eintracht und TuS Wahrburg 1:1 getrennt. Das Remis bedeutet für die Gäste ein Rückschlag im Aufstiegskampf.

Schinne l Zum guten Match trug die ordentliche Leistung des Schiedsrichterkollektivs bei, obwohl nicht alle Seiten diese Meinung teilten.

Die ersten 20 Minuten verliefen ausgeglichen, die eindeutigen Chancen lagen klar auf Seiten von Schinne. Hauptunruheherd war Dirk Kaufmann. Zunächst fehlte ihm eine Fußspitze bei einem Freistoß von Robin Kroschel. Dann drosch er eine gute Vorarbeit von Kevin Assmann klar drüber. Schließlich fehlte Kaufmann Zentimeter, als er im Fünfer den Ball an die Latte beförderte. "Fahrt jetzt hoch", rief Gästetrainer Steve Audorf zu seinen Akteuren rein.

Die schienen das gehört zu haben. Nach einem ganz starken Konter verhindert Eintracht-Keeper Philipp Gebert mit einer Glanztat gegen Pascal Wennrich den Rückstand. Schließ kam noch Marco Zimmermann nach einer Ecke frei zum Kopfball. Gebert pflückte den Aufsetzer sicher runter. Dies starke Phase der Gäste dauerte etwa bis zur 35. Minute, danach waren wieder die Hausherren aktiver, doch den guten Angriffen fehlte der letzte genaue Pass.

Dann musste Gästespieler Phil Brohmann mit einer Rippenverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei Fouls von Schinnes Markus Bensberg brachten gefährliche Freistöße. Den ersten hatte Torwart Gebert noch sicher. In der 45. Minute war er aber machtlos. Spezialist Tim Prenzel traf genau in den Winkel. Der Favorit führte 1:0.

Das Match blieb auch nach der Pause auf einem hohen Niveau. Vor allem Schinnes Brüder Robin und Steven Kroschel machten ein überragendes Spiel. Wahrburgs Drang nach vorn ließ nach, da durch die Verletzung von Phil Brohmann Tim Prenzel nach hinten rückte. Auch die Chancen hielten sich jetzt in Grenzen. Die erste Gelegenheit nach dem Wechsel brachte den hochverdienten Ausgleich. Nach einem langen Einwurf der Eintracht wanderte der Ball immer weiter quer durch den Strafraum. Aus etwa 15 Metern setze Ole Junghans zu einem Schrägschuss an, der wie an der Schnur gezogen unhaltbar im langen Eck einschlug - 1:1 Schinne.

In der Folge verpasste die Eintracht ihre Angriffe mit Pässen in die Nahtstelle, die hängen blieben, zu veredeln. Auf der Gegenseite wehrte Philipp Gebert eine Freistoßvariante von Marco Zimmermann auf Tim Prezel mit den Fäusten ab (72.). Schließlich hielt TuS-Torwart Trocha einen Assmann-Freistoß im zweiten Zupacken. Der anschließenden Konter mit Abschluss ans Außennetz von Dastyn Lampe brachte auch kein Tor. Es blieb beim 1:1.

Schinne: Gebert - Bensberg, Kirchner, S. Kroschel, Himmstedt, Junghans (66. Dräger), Dobberkau (57. Matthias), Kaufmann, R. Kroschel, Assmann, Saeg.

Wahrburg: Trocha - Mohr, Brohmann (46. Heinemann), Hesse, Fleischmann, Lampe, Prenzel, A. Wennrich, P. Wennrich, Rehmer, Zimmermann.

Torfolge: 0:1 Prenzel (45.), 1:1 Junghans (59.).