In der Fußball-Landesliga, Staffel Nord, hat es der FSV Saxonia Tangermünde am Sonnabend vor 145 Zuschauern im eigenen Stadion verpasst, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen.

Tangermünde l Die Altmärker verloren in einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf gegen Union Heyrothsberge, einem unmittelbaren Konkurrenten, 2:3 (0:1).

Man braucht sicherlich nicht herum zu reden, es war von Saxonia eine grottenschlechte Vorstellung. Keine Spieler kam an seine Form heran. Union war auch nicht der herausragende Gegner, verstand es aber, im richtigen Moment zuzuschlagen.

"Sucht den Weg zum Tor."

Die Partie begann bei bestem Fußballwetter ausgesprochen langweilig. Es gab zu Beginn kaum Höhepunkte, kaum Torchancen. Vorsicht war die Mutter der Porzellankiste.

Ein Schuss von Union-Spieler Christian Kloska, der Ball sprang noch tückisch auf, bereitete Torwart Dave Kuß einige Probleme (5.). Auf der Gegenseite köpfte Martin Doerjer das Leder vorbei (13.).

Heyrothsberge stand hinten dicht gestaffelt und verschob geschickt die vielbeinige Abwehrreihe. Tangermünde spielte hinten rum, fand aber überhaupt kein Schlupfloch.

"Sucht den Weg zum Tor", schrie Christoph Miedreich seine Vorderleute an, als wieder eine Aktion im Sand verlief.

Die erste dicke Chance hatte Andy Borchert, der sich auf der rechten Seite durchsetzte, aber nur das Außennetz traf (25.). Auch ein weiterer Kopfball von Doerjer, er übersah den besser postierten Michael Fraaß, brachte nicht den gewünschten Erfolg (31.).

Dafür klingelte es auf der anderen Seite. Tangermünde spielt auf Abseits, so dass Tobias Thormeier freie Bahn hatte - 0:1 (37.).

Waren die Elbestädter vor diesem Treffer schon verunsichert, danach waren sie es erst recht. Nichts klappte mehr.

Union machte es geschickt, dort ein kleines Foul, da eine Unterbrechung erzwungen - die Zeit lief herunter.

Das änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht. Tangermünde fand einfach kein Mittel, die stabile Abwehr der Gäste zu knacken. Bei einem Kopfball von Christian Krümling (60.) lag sogar das 0:2 in der Luft.

Das zweite Tor für Heyrothsberge fiel dann auch. Der eingewechselte Mike Pinno stand völlig frei vor Keeper Kuß. Der reagierte zuerst prächtig, hatte dann aber gegen den Kopfball keine Chance. Das war von der Saxonia-Abwehr ganz schlecht verteidigt. Das Spiel schien in der 71. Minute entschieden. Nichts deutete auf eine Wende hin. Saxonia zeigte keinen großen Biss.

Erst Torwart Biggelmeier, der bis dahin einen ruhigen Nachmittag verlebte, machte die Partie wieder scharf. Einen ehe harmlosen Ball, der Schuss kam von Erik Teege, ließ er unter dem Körper ins Tor gleiten - 1:2 (83.).

Aber fünf Minuten später waren alle Hoffnungen auf einen Punktgewinn für Tangermünde dahin. Tino Raugust schoss locker zum 1:3 ein. Damit war die Partie entschieden. Der Anschlusstreffer von Daniel Gassel war Ergebniskosmetik.

Jetzt haben die Altmärker nur noch vier Punkte Vorsprung vor dem Schönebecker SV, der auf dem ersten Abstiegsplatz - sollte es nur zwei Absteiger geben, was noch nicht offiziell ist - steht.

Das Spiel sollte von Saxonia ausgewertet und schnell abgehakt werden. Noch fehlen ein paar Punkte zum Klassenerhalt.

Heyrothsberge: Biegelmeier - Voelckel, Peukert, Kloska (90. Hoppe), Thormeier, Spengler (78. Raue), Vaz (46. Pinno), Schumburg, Raugust, Groth, Krümmling.

Torfolge: 0:1 Tobias Thormeier (37.), 0:2 Mike Pinno (71.), 1:2 Erik Teege (83.), 1:3 Tino Raugust (88.), 2:3 Daniel Gassel (89.).

Schiedsrichter: Michael Damke

Assistenten: Rolf Vorsprach, Ronald Krziwanie

Zuschauer: 145.