Im Landespokal-Viertelfinale der A-Junioren hat der TuS Schwarz-Weiß Bismark die große Sensation verpasst und musste sich dem Regionalligisten vom Halleschen FC mit 0:3 geschlagen geben.

Bismark l Nach zwei "erlegten" Verbandsligisten stand nun eine noch größere Nummer auf dem "Schlachtplan" der Motejat-Elf: Mit dem Halleschen FC kam am vergangenen Sonntag nun ein Regionalliga-Spitzenteam ins Bismarker Waldstadion und gab seine Visitenkarte ab.

Selbstverständlich sollte es ein ganz anderes Spiel werden, als die Partien in der Landesliga, die die Schwarz-Weißen mit 42 Zählern anführen. Von Beginn an setzten die favorisierten Gäste den TuS unter Druck und kombinierten sich mit schnellen, flüssigen Passfolgen durch das Mittelfeld. Doch die Ostaltmärker hatten stets etwas dagegenzusetzen und gaben keinen Ball verloren. So wussten die Platzherren in der Defensivarbeit durchaus zu überzeugen, es fehlte jedoch an entlastenden Vorstößen. Die TuS-Kicker wurden mit Applaus der Zuschauer bedacht, als Schiedsrichter Michael Müller zur Halbzeitpause pfiff.

Schließlich hatte man dem HFC, welcher ja noch die Chance auf den Bundesliga-Aufstieg hat, 45 Minuten lang Paroli geboten und weiter die Hoffnung auf die Sensation geschürt.

Der zweite Durchgang begann dann aber mit einem Rückschlag: Nach einem Stellungsfehler in der Bismarker Abwehr war HFC-Akteur Moritz Alicke knochenfrei und köpfte zum 0:1 ein. Der TuS ließ sich davon aber nicht beeindrucken und gab alles. Nach einer verletzungsbedingten Auswechslung musste Trainer Motejat dann jedoch umstellen, was die Gäste versuchten, für sich zu nutzen. Die Vorentscheidung vor 87 Zuschauern fiel in der 65. Minute, als die Bismarker im Vorwärtsgang die Kugel verloren und dann den technisch versierten Hallensern zum Opfer fielen. So war Arnold Schunke der letzte in der Angriffskette und vollendete. Die Gastgeber mühten sich in der Folge und gaben nie auf, doch mehr als zwei Schüsse von Jason Heidrich und Lukas Becker sollten nicht gelingen. Halle legte in der Schlussphase noch einen weiteren Treffer nach, als man über den Flügel den in den Strafraum geeilten Blerand Shoshi bediente. Dieser hatte wenig Mühe den Ball zum Endstand zu versenken. Insgesamt konnte der TuS mit diesem Match dennoch zufrieden sein, fand auch Bismarks Coach Nico Motejat: "Wir haben uns heute wirklich teuer verkauft und defensiv klasse gearbeitet. Für uns war es eine tolle Erfahrung gegen einen solch ambitionierten Gegner wie den HFC zu kicken. Letztlich geht das Ergebnis aber voll in Ordnung, denn wir haben leider zu selten für Entlastung sorgen können."

TuS SW Bismark: Kannenberg - Becker, Fichte, Gagelmann, Bonatz, Kirchner, Knoblich, Heidrich, Motejat, Voigt, Schulz (L. Dirk, Schellig, Maciejewski, Beindorf).

Hallescher FC: Kühn - Soueidan, Bledar Shoshi, Blerand Shoshi, Alicke, Schunke, Kaltofen, Surek, Brix, Frohne, Halilaj (Meibohm, Paulik, Beier).

Torfolge: 0:1 Alicke (51.), 0:2 Schunke (65.), 0:3 Blerand Shoshi (82.).