Mit Blick auf das am Sonntag im heimischen Stadion Am Hölzchen nachzuholende Verbandsliga-Punktspiel gegen den TSV Völpke haben die Kicker des 1. FC Lok Stendal am Mittwochabend einen letzten Test absolviert, die Generalprobe. Die wurde beim NOFV-Oberligisten Optik Rathenow mit 1:4 (1:2) verloren. Doch die Niederlage verbreitete auch Hoffnung.

Rathenow/Stendal. Hoffnung für das Punktspiel gegen Völpke sowie generell für die Entwicklung der Altmärker in den kommenden Monaten verbreitete beim Test auf Kunstrasen unter anderem das sehr engagierte Auftreten des neuen Lok-Trainers Volkan Uluc.

Der Coach kommt auf Grund seiner Fachkenntnis, seiner inneren Ruhe und seines am Spielfeldrand dennoch lauten Engagements bei den Spielern an. Das spürt man einfach.

In Rathenow bestritten die beiden Neuzugänge Henry Aliki (von Trainer Uluc auf Englisch instruiert) und Martin Gebauer, zusammen mit Maximilian Butze als "Sechser" agierend, jeweils 90 Spielminuten. Beide sind ganz eindeutig Verstärkungen für den 1. FC Lok Stendal.

Dennoch hatten die in der Oberliga präsenten Gastgeber, die Ende Januar ein Trainingslager auf Mallorca absolvierten, in puncto Schnelligkeit und Geschlossenheit deutliche Vorteile. Daraus resultierte eine Vielzahl von Torchancen, die zumeist jedoch nicht genutzt wurden. "Das war auch in den bisherigen Punktspielen unser ganz großes Manko", so Optik-Trainer Ingo Kalisch.

Seine Mannschaft ging durch den Paraguayer Delvalle in der 29. Spielminute per Kopfball in Führung. Gerade Standards und lange Bälle in die Tiefe waren die Stärke der Rathenower.

Stendals Mannschaft, in Fragen Spieltechnik keineswegs klar unterlegen, besaß durch Dominik Eggemann (12.) und Henry Aliki (35.) erste Torchancen. Ein richtig gut initiierter Angriff in der 37. Minute fand nach Flanke von Benedikt Nellessen und Torschuss von Maik Aumann seinen erfolgreichen Abschluss zum 1:1.

Bereits im Gegenzug aber schoss Optik-Mannschaftskapitän Patrick Scholz zum 2:1 für den Gastgeber ein.

Der büßte etwa ab der 60. Spielminute, weil Lok immer spielsicherer wurde, seine Feldüberlegenheit ein, schoss mit Unterstützung der Stendaler Abwehr, in der Marcel Werner und Michael Runge fehlten, danach allerdings noch zwei Tore zum Endstand von 4:1 für Rathenow.

Kurz vor der Halbzeitpause musste Stendals brasilianischer Mittelfeldspieler Anderson nach einem Kopfballduell mit einer richtig großen Beule auf der Stirn ausgewechselt werden. Ob er am Sonntag gegen Völpke mit auflaufen kann, ist noch ein bisschen ungewiss. Das trifft auch auf diverse Spielgenehmigungen, zum Beispiel die von Henry Aliki, zu. Dass es am Sonntag am Hölzchen interessant wird, steht jedoch außer Frage.

Stendal: Javell - Groß, Kiefel, Erdmann, Aliki, Anderson, Gebauer, Butze, Nellessen, Aumann, Eggemann (Assmann, Bathge, Gödecke, Kühn, Hermenau).

Zuschauer: 75, Torfolge: 1:0 Delvalle (29.), 1:1 Aumann (37.), 2:1 Scholz (37.), 3:1 Leroy (75.), 4:1 Scholz (80.).

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