Carsten Birkholz und seine Freundin Anne Kupfer waren die Arbeiter im Hintergrund beim 4. Tangermünder Elbdeichmarathon. Bei der Helferfeier wurden sie am Freitag dafür gesondert geehrt. Volksstimme-Sportredakteur Frank Kowar unterhielt sich mit Carsten Birkholz.

Volksstimme: Herr Birkholz, wie sind Sie erstmals mit dem Elbdeichmarathon in Kontakt gekommen?

Carsten Birkholz: Im Sommer 2009 habe ich erfahren, dass der Tangermünder Leichtathletikverein den Elbdeichmarathon nicht mehr organisieren möchte. Mir hatte die Veranstaltung sehr gut gefallen und ich fand es schade für Tangermünde, wenn solch eine erfolgreiche Veranstaltung nicht mehr stattgefunden hätte. Ralf Korte hatte die Idee, einen neuen Verein zu gründen, um die Veranstaltung am Leben zu erhalten. Davon war ich begeistert und habe mich dafür entschieden, den Verein, als eines von sieben Gründungsmitgliedern, mitzugründen. Inzwischen konnten wir die Mitgliederzahl verdoppeln.

Volksstimme: Wie lange hat die Vorbereitung für den 4. Elbdeichmarathon gedauert?

Carsten Birkholz: Erstmalig haben wir uns im September 2010 zusammengesetzt und die Veranstaltung besprochen. Nach der Terminfindung und der Aktualisierung der Internetseite haben wir die Online-Anmeldung schon am 10. Oktober freischalten können. Bis Mitte Dezember waren wir mit der Planung des konkreten Ablaufes der Veranstaltung beschäftigt. Dazu gab es einmal im Monat eine Mitgliederversammlung. Ab Januar 2011 ging es an die Umsetzung unserer Ideen für den 4. Elbdeichmarathon. Das erforderte schon mehr Zeit.

Volksstimme: Wieviel private Zeit haben Sie dafür investiert?

Carsten Birkholz: Die Organisation hat uns allen viel Spaß bereitet. Natürlich wurde von allen sehr viel private Zeit investiert. Wir konnten auf den Erfahrungen aus dem Jahr 2010 aufbauen. Durch die Änderung des Start/Ziel-Bereichs und durch die Hochwasserschäden am Deich hatten wir aber mit anderen Problemen zu kämpfen, die wiederum sehr viel Zeit in Anspruch nahmen. Dabei muss man beachten, dass nicht nur die Vereinsmitglieder involviert waren, sondern auch die Partner aller Mitglieder, die an der Veranstaltung mitwirkten. Ohne deren Toleranz wäre die gesamte Vorbereitungszeit viel schwieriger, aus diesem Grund möchte ich mich auch nochmal bei unseren Lebenspartnern für die Akzeptanz bedanken. In den ersten Monaten der Organisation lag der tägliche Aufwand hauptsächlich in der Bearbeitung von Anmeldungen und Anfragen. Ab Mitte Februar, in der heißen Phase der Vorbereitung, hatte ich schon mal eine 40-Stunden-Woche.

Volksstimme: Warum dieser private Aufwand?

Carsten Birkholz: Ich habe in den eineinhalb Jahren, die ich jetzt dabei bin, so viele neue und nette Menschen kennengelernt. Außerdem freut man sich natürlich auch über das Feedback, das man von allen Seiten bekommt. Auf der Helferfeier durfte ich erfahren, dass die Arbeit von anderen geschätzt wird und ich denke, das ist der Grund, warum alle Mitglieder auch weiterhin die Veranstaltung mitgestalten werden. Unsere regelmäßigen Treffen haben ja nicht immer nur mit dem Elbdeichmarathon zu tun, in Kürze werden wir unsere Jahreshauptversammlung durchführen. Dort werden wir weitere gemeinsame Aktivitäten besprechen, wie die Gründung einer Laufgruppe. Interessierte Läufer können sich gerne jeder Zeit mit uns in Verbindung setzen.

Volksstimme: Wer war Ihr direkter Ansprechpartner im Verein?

Carsten Birkholz: Durch die Aufgabenverteilung im Verein gab es mehrere Ansprechpartner. Harald Liethmann war für die gesamte Strecke verantwortlich. Die zahlreichen Genehmigungen hat Sven List beantragt, die Zeitmessung und der sportliche Teil der Veranstaltung lag in der Hand von Bernd Ebert. Meine Freundin, Anne Kupfer, unterstützte uns bei allen anfallenden Aufgaben, insbesondere die umfangreiche Helfereinteilung wurde von ihr geplant. Der Vorstand, bestehend aus Ralf Korte, Thomas Staudt und meiner Person, war hauptsächlich für die Sponsorenakquise und die Absprachen mit den vielen Unterstützern verantwortlich. Ich möchte mich hiermit nochmals bei allen Vereinsmitgliedern für die tolle und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Wir würden uns freuen, wenn wir noch mehr Leute überzeugen könnten, bei unserem Verein Mitglied zu werden, denn wir gehen davon aus, dass die Veranstaltung in den nächsten Jahren weiter wachsen wird und dadurch der organisatorische Aufwand enorm steigt.

Volkstimme: Gibt es für den 5. Tangermünder Elbdeichmarathon, der am 15. April 2012 stattfindet, schon neue Ideen?

Carsten Birkholz: Im Moment werten wir die Veranstaltung mit allen Partnern und Sponsoren aus. Der Schritt, den Start/Ziel-Bereich an den Hafen zu verlegen, war ein voller Erfolg. Wir planen dies beim 5. Elbdeichmarathon auszubauen, in dem Umkleidemöglichkeiten mit Physiotherapie im Hafengelände angeboten werden. Wir werden die kommenden Wochen nutzen, die einzelnen Läufe und die Startzeitenfolge zu analysieren, um das in diesem Jahr sehr kompakte Läuferfeld auf dem Sommerdeich etwas aufzulockern. Die Dörfer Buch und Bölsdorf bleiben fester Bestandteil der Veranstaltung. Wir arbeiten daran, die Ausweichstrecke, die bei einem eventuellen Hochwasser gelaufen werden muss, auch durch die Orte zu führen. Der AOK-Schülerlauf, welcher erstmalig durchgeführt wurde, war mit knapp 60 Schülern ein voller Erfolg. Wir wollen diesen Lauf noch weiter ausbauen.