Salzwedel l Das war vorherzusehen: Der SV Eintracht Berge, der vor der Saison personell stark aufrüstete und unter anderem André Stolle und Daniel Dörheit vom Landesklasse-Vertreter SSV 80 Gardelegen loseiste, ist Herbstmeister in der 1. Fußball-Kreisklasse. Allerdings kamen die Berger nicht mit weißer Weste durch die erste Saisonhälfte - auch wenn es lange danach aussah. Zehn Siegen stehen immerhin auch schon zwei 0:2-Niederlagen zum Ende des Jahres beim ESV Lokomotive Salzwedel I und beim SV Arendsee gegenüber.

Unterm Strich kommt die Mannschaft von Trainer René Stolle auf 30 Punkte und verfügt über ein überzeugendes Torverhältnis. 60 Mal ließen es die Rand-Gardelegener bereits in den gegnerischen Gehäusen klingeln, zudem mussten sie gerade mal acht Gegentore hinnehmen.

Allerdings könnte der SV Wacker Lindstedt, der zwei Partien weniger und 27 Punkte auf dem Konto hat, die Eintracht noch von der Spitze verdrängen. Allerdings müssten die Lindstedter dafür in beiden Nachholpartien punkten. Die Wackeraner spielten eine starke erste Saisonhälfte, neun Siegen steht lediglich eine Niederlage gegenüber. Ausgerechnet im Spitzenspiel in Berge musste sich das Niebuhr-Team mit 1:4 geschlagen geben. Doch Lindstedt hat die Chance, sich im Rückspiel auf eigenem Platz zu revanchieren. Ob dann allerdings schon eine Vorentscheidung im Kampf um den Staffelsieg und den damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga fällt, bleibt abzuwarten. Können die Wackeraner an die in der ersten Halbserie gezeigte Konstanz anknüpfen, werden sie dem klaren Staffelfavoriten aus Berge wohl bis zum Ende einen harten Kampf liefern.

Die neuformierte Mannschaft des MTV Beetzendorf II überraschte im ersten Saisonhalbjahr und überwintert auf einem respektablen dritten Rang. Immerhin 22 Zähler brachte die Kreisoberliga-Reserve bisher auf ihr Konto. Ob die Beetzendorfer noch einmal in den Meisterschaftskampf eingreifen können, wird sich zeigen, doch ihren derzeitigen Tabellenplatz würden sie schon gern verteidigen. Allerdings hat der MTV mit dem SV Arendsee und dem Diesdorfer SV II zwei Teams im Nacken, die über 21 Punkte verfügen und sich ebenfalls noch verbessern wollen. Der Absteiger aus Arendsee fuhr all seine Zähler auf eigenem Platz ein. Die Diesdorfer Landesklasse-Reserve hat erst zehn Partien absolviert und schielt mit einem Auge auch noch auf den Kampf um den Staffelsieg. Die beiden Spitzenteams aus Berge und Lindstedt müssen schließlich auch noch den Gang nach Diesdorf antreten.

Der ESV Lokomotive Salzwedel I führt das Mittelfeld des Tableaus an. 16 Zähler fuhren die Eisenbahner, die sich wohl doch etwas mehr versprochen hatten, bisher ein. Der ESV hat sich für die zweite Saisonhälfte vorgenommen, sich noch um ein paar Plätze zu verbessern. Gleiches haben sich wohl auch der TuS Blau-Weiß Kakerbeck und der SV Eintracht Chüden II vorgenommen. Das Duo verfügt über jeweils 14 Punkte.

Im Kampf um Rang neun befinden sich aktuell der VfL Kalbe/Milde II (zehn Punkte) und der TuS Apenburg (neun). Nach der 3:0-Wertung des direkten Duells der beiden Kellerkinder konnte der ESV Lokomotive Salzwedel II, der nun über vier Zähler verfügt, die Rote Laterne doch noch an den TSV Jeggau weitergeben. Die Jeggauer haben durch einen 4:2-Heimsieg gegen Chüden II bislang drei Zähler verbucht, werden in diesem Jahr jedoch noch einmal alles daran setzen, den letzten Platz noch zu verlassen.

Eigentlich sollten in dieser Saison 14 Mannschaften in dieser Staffel spielen, doch der FC Jübar/Bornsen II zog sich aus Personalgründen bereits vor Beginn der Spielzeit zurück, aus gleichem Grund nahm der BSV Salzwedel inmitten der Hinserie seine Vertretung aus dem Spielbetrieb. Somit sind in dieser Spielklasse aktuell nur noch zwölf Mannschaften aktiv.