Zwölf Mannschaften sind dabei, aber nur eine wird am Ende den großen Wanderpokal in die Höhe stemmen. In der Beetzendorfer Sporthalle geht am morgigen Sonntag ab 11 Uhr die Endrunde zur Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Herren über die Bühne.

Beetzendorf l Gejagte Mannschaft ist der VfL Kalbe/Milde I. Der Titelverteidiger und Landesklasse-Vertreter marschierte fast problemlos durch die Vorrunde und dürfte erneut ein Wörtchen im Kampf um den Pott mitreden. Die übrigen elf Mannschaften kommen von der Kreisoberliga bis zur 1. Kreisklasse. "Ich wünsche mir natürlich ein faires Turnier und ordentlichen Hallenfußball", sagt im Vorfeld der Spielausschussvorsitzende des Kreisfachverbandes Altmark West, Guido Eisenschmidt. Seine Favoriten sind der VfL Kalbe/Milde I, der SV Langenapel I und der SV Liesten 22 II. Eisenschmidt rechnet mit rund 400 Zuschauern in Beetzendorf. Zwölf Mannschaften werden versuchen, ihnen Budenzauber vom Feinsten zu bieten. Gegen 17 Uhr wird der neue Hallenkreismeister feststehen.

Eine Stunde nach der Auslosung erster Anstoß

Die Auslosung der drei Vorrundengruppen zu jeweils vier Mannschaften erfolgt um 10 Uhr, ehe eine Stunde später der erste Anstoß erfolgen soll. Der Eintritt kostet für Erwachsene 4 Euro, ermäßigte Karten kosten 3 Euro.

VfL Kalbe/Milde I

"Wir wollen zumindest ins Halbfinale. Wenn die Jungs ihr gesamtes Potenzial abrufen, sollten wir sogar gute Chancen haben, den Pokal zu gewinnen", verrät VfL-Co-Trainer René Kusch im Vorfeld. Der hält allerdings die Tagesform für einen entscheidenden Faktor. In der Vorrunde ließ der Titelverteidiger aus der Mildestadt nichts anbrennen, nun wird der Gegenwind für ihn vermutlich stärker. "Ich denke, dass uns speziell Langenapel das Leben sehr schwer machen wird", so Kusch. Lediglich Frank Fehse (verletzt) wird fehlen.

MTV 1880 Beetzendorf I

In eigener Halle will der MTV möglichst weit kommen, bestenfalls sich sogar den Wanderpokal sichern. Der Kreisoberliga-Herbstmeister gewann in der Vorrunde alle Partien und unterstrich damit seine Ambitionen auf den Turniersieg. Das Zürcher-Team gehört zu den großen Favoriten und möchte mindestens das Halbfinale vor heimischem Publikum erreichen. Sollten die Beetzendorfer Normalform erreichen, sollte dies allenfalls machbar sein.

SV Langenapel I

Als Supercupsieger zählt der Kreisoberligist natürlich zu den ganz großen Favoriten. Auch in der Vorrunde ließ die Truppe von Trainer Ronny Müller nichts anbrennen und gewann alle fünf Partien. Sollte der SVL Normalform erreichen, wird er vermutlich sehr weit kommen. Mindestens unter die ersten Vier - sprich ins Halbfinale - möchten die Langenapeler definitiv gelangen.

VfB Klötze 07

Der Kreisoberligist aus der Purnitzstadt hat in der Vorrunde, die er auf Platz eins abschloss, gezeigt, dass auch beim Finalkampf mit ihm zu rechnen ist. Der VfB tritt sicherlich nicht an, um nach der Gruppenphase - so wie es kürzlich beim Supercup der Fall war - wieder abzureisen. Zumindest das Viertelfinale wird vom Dörk-Team angepeilt. Ob mehr möglich ist, liegt sicherlich auch an der Tagesform.

SV Liesten 22 II

Zwar spielte die Landesklasse-Reserve eine souveräne Vorrunde und beendete diese auf dem ersten Platz, doch zählt Trainer Peter Bresch seinen SVL 22 II nicht zu den Favoriten. "Wir sind Außenseiter. Wichtig ist, dass die Jungs Spaß haben und möglichst weit kommen", so Bresch. Seine Mannschaft hatte bisher nicht die Möglichkeit, in der Halle zu trainieren. Dennoch: Sollten die Liestener, die in der Kreisoberliga auf Punktejagd gehen, einen guten Tag erwischen, ist ihnen durchaus etwas zuzutrauen.

SSV 80 Gardelegen II

Das Team von Trainer Manuel Brandt, aktiv in der Kreis-oberliga, kam mit etwas Glück weiter. Eigentlich hatte sich der SV Eintracht Vienau anstelle des SSV II ein Endrunden-Ticket gesichert. Allerdings verzichteten die Vienauer aufgrund eines Trainingslagers in der Türkei auf die Teilnahme am Finalkampf. Das heißt aber nicht, dass die Rolandstädter als Außenseiter an den Start gehen. Sollten sie an die Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen können, ist ihnen einiges zuzutrauen. Dort standen sie immerhin im kleinen Finale.

SV Brunau 06

Die Brunauer schafften nach längerer Zeit mal wieder den Sprung in die Finalrunde und wollen das Selbstvertrauen durch die geschaffte Qualifikation für ein erfolgreiches Abschneiden nutzen. Die Truppe von Trainer Peter Kulessa aus der Kreisoberliga absolvierte eine gute Vorrunde und möchte auch beim Finalkampf zumindest die Gruppenphase überstehen und die großen Favoriten ärgern.

SV Engersen

Einen überraschend starken Auftritt legte das Kellerkind der Kreisoberliga in der Vorrunde hin. Dort gewannen die Engersener alle fünf Spiele und schafften eindrucksvoll den Einzug in die Finalrunde. Dort sind die Schilling-Schützlinge alles andere als chancenlos. Sollten sie an die Leistung aus der Vorrunde anknüpfen können, könnten sie für eine Überraschung sorgen.

Eichen visieren ganz klar das Halbfinale an

FSV Eiche Mieste

Obwohl die Eichen in der Kreisliga angesiedelt sind, sollte mit ihnen zu rechnen sein. Die Miester verfügen über einige herausragende Hallenspieler - allen voran natürlich der ehemalige Nachwuchs-Bundesliga-Spieler Felix Pitzner, der so manches Spiel allein entscheiden kann. In der Vorrunde hatte der FSV wenig Mühe und kam mit drei Siegen aus vier Spielen weiter. "Das Halbfinale sollte schon unser Ziel sein", erklärt Miestes Spieler Danny Kausche, der erfreut ist, dass zwei Stützen im Vergleich zur Vorrunde neu in den Kader stoßen. Kausche nennt Beetzendorf, Kalbe und Langenapel als seine Favoriten.

TSV 1919 Kusey

Das Team von Trainer Klaus-Dieter Steckhan ließ in der Vorrunde aufhorchen. Beinahe hätte es diese sogar auf dem ersten Gruppenplatz beendet, doch im letzten Spiel - dort war die Endrunden-Qualifikation bereits geschafft - verlor der TSV gegen Klötze mit 0:1 und musste den Purnitzstädtern noch den Vortritt lassen. Dennoch dürfte der Kreisligist gemerkt haben, dass er durchaus mithalten kann. Genau das möchte er morgen beim Finalkampf beweisen und nicht schon nach der Vorrunde die Segel streichen.

Kuhfelder SV

Der Kreisligist ließ in der Vorrunde sogar die SG Eintracht Mechau hinter sich und lag nur einen Zähler hinter Sieger SV Liesten 22 II. Das Serien-Team hat bewiesen, dass es auch gegen die höherklassige Konkurrenz bestehen kann. Können die Kuhfelder morgen in Beetzendorf an die in der Vorrunde gezeigte Leistung anknüpfen, sollte mit ihnen zu rechnen sein.

Diesdorfer SV II

Als einziger Vertreter der 1. Kreisklasse gehen die Diesdorfer nur mit Außenseiterchancen in den Finalkampf. In der Vorrunde erspielte sich die Truppe von Trainer Michael Noss dank starkem Kampf immerhin acht Punkte und machte der zumeist höherklassigen Konkurrenz schwer zu schaffen. Ob die Landesklasse-Reserve die Gruppenphase überstehen wird, hängt sicherlich zum einen von der Tagesform, zum anderen aber auch von der Auslosung ab. Der DSV II kann allenfalls befreit aufspielen.

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