Mit dem TuS Radis taucht morgen ein altbekannter, aber auch stets unbequemer Kontrahent für die Mitteldeutschen Oberliga-Männer des SV Oebisfelde in der Hans-Pickert-Halle auf. Anwurf ist wie gewohnt um 18.30 Uhr.

Oebisfelde l Der SV Oebisfelde und TuS Radis gehören mit zu den Gründungsmannschaften der Mitteldeutschen Oberliga. Seitdem lieferten sich beide Teams stets spannende und vor allem enge Auseinandersetzungen. Beliebtester Spielausgang war bislang in sieben Partien das Unentschieden. Fünf Spiele endeten mit einem Remis. Das Hinspiel in der laufenden Saison endete natürlich auch mit einer Punkteteilung. 32:32 hieß es am 26. Oktober in der Gräfenhainicher Halle, Heimspielstätte der Radiser. Außerdem hat jede Mannschaft einen Sieg auf dem Konto zu stehen.

Oebisfeldes Trainer Hendrik Tuschy erwartet für morgen - nicht nur wegen der vergangenen Ergebnisse - einen erneut spannenden Spielverlauf: "Wir haben uns im Hinspiel nicht auf das schnelle Spiel der Radiser einstellen können. Das muss am Sonnabend besser werden. Allerdings wird es für uns als Favorit ein schweres Stück Arbeit, um zwei Punkte einzufahren. Denn Radis ist derzeit sehr gut drauf."

Möglicherweise hängt der Formanstieg der Radiser mit der Verpflichtung des tschechischen Torhüters Michael Galia zusammen. Oebisfelder Spieler und Anhänger werden Galia noch kennen. Als der SVO nach der Saison 2009/10 gegen den SC DHfK Leipzig um den Aufstieg in die dritte Liga kämpfte, hütete der jetzt 41 Jahre alte Routinier das Tor der Sachsen und hatte großen Anteil am Aufstieg der Leipziger, die mittlerweile in der zweiten Liga spielen. Seit Dezember spielt Galia nun für die Radiser - und es ging aufwärts. Ohne den Schlussmann holte TuS aus zehn Spielen nur fünf Punkte und stand am Tabellenende. Mit Galia holte TuS aus acht Spielen sieben Siege und hat sich mit 19:17 Punkten auf Platz sieben vorgearbeitet.

"Radis konnte mit der Verpflichtung von Gaila die Qualität in der Defensive ohne Zweifel stark verbessern", schätzte Tuschy ein und ergänzte: "Wir müssen daher im Angriff konzentriert arbeiten und die Möglichkeiten möglichst optimal nutzen. In der Abwehr müssen wir indes zulegen. Zuletzt war ich mit der Defensive nicht ganz zufrieden."

Dabei wird ein wichtiger Mann im SVO-Abwehrverbund weiter fehlen: Michael Meichsner. Der 2,02 Meter-Hüne, der in dieser Saison auch im Rückraum Akzente setzen konnte, falle laut Tuschy wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel wahrscheinlich bis Ostern aus. "Das ist natürlich bedauerlich, da Michael bislang eine starke Saison gespielt hat", betonte Trainer Tuschy. Ansonsten haben die Oebisfelder alle Mann an Bord und hoffen natürlich wieder auf die Unterstützung der Fans.