In der Seehäuser Wischelandhalle haben am Sonnabend die Landesmeisterschaften im Fußball des Behinderten- und Rehabilitationsverbandes Sachsen-Anhalt (BSSA) für Menschen mit geistiger Behinderung stattgefunden. Den Titel sicherte sich die erste Mannschaft des westaltmärkischen BSV Salzwedel.

Seehausen l Das Turnier fand auf Initiative vom Gildemeister der SGi Seehausen Wolfgang Bendisch statt. "Wolfgang ist für so etwas immer zu haben und hat einen Antrag gestellt, dass die SGi Seehausen die Landesmeisterschaften austragen kann", erklärte BSSA-Vize-Präsident Norbert Block bei seiner Eröffnungsrede.

Das Kampfgericht und die Schiedsrichter stellte der Kreisfachverband Altmark-Ost. Während sich Spielausschussvorsitzender Frank Ede um das Zeitnehmen kümmerte, leiteten die erfahrenen Schiedsrichter Dieter Marks und Siegfried Schulze die Spiele.

Insgesamt neun Mannschaften suchten den Titelträger 2014. In zwei Gruppen wurden die Teilnehmer für die Halbfinalpaarungen ermittelt. In der Gruppe A gab es an Einheit Burg und dem BSV Salzwedel kein vorbeikommen. GRB SV Staßfurt dominierte in der Gruppe B nach Belieben. Hinter ihm kam die zweite Mannschaft aus Salzwedel ein.

In den Semifinalspielen ging es äußerst spannend zu. Burg siegte 1:0 gegen Salzwedel II und der BSV I gewann ebenfalls 1:0. Somit standen sich beide Mannschaften erneut gegenüber. In der Gruppenphase haben sie 0:0 gespielt. Doch im Finale gab es einen Sieger.

Da der Jeetzestädter John Pierre Friedrichs im Halbfinale die rote Karte sah, musste er aussetzen. Die Salzwedeler hatten jedoch keinen Wechselspieler bei, so dass sie das Finale in Unterzahl gegen die Burger bestreiten mussten. Dies gelang ihnen äußerst gut. Günter Ahlfeld brachte den BSV nämlich 1:0 in Führung. Unfassbar für die Burger, die nun immer wieder versuchten den Ausgleich zu markieren. Ihnen rannte die Zeit davon und sie haderten immer wieder mit Schiedsrichter Dieter Marks über deren Entscheidung. Eine Minute vor Schluss musste Einheit ebenfalls mit einem Akteur weniger auskommen. Das spielte Salzwedel um Betreuer Steffen Winkelmann natürlich in die Karten. Die Schlusssirene erlöste den BSV und der Jubel kannte keine Grenzen.

Den dritten Platz sicherte sich Staßfurt, dank eines 1:0-Erfolges über Salzwedel II.

Unter den Spielern waren drei Akteure die im deutschen Nationalteam für Menschen mit geistiger Behinderung spielen. Darunter auch zwei Salzwedeler. John Pierre Friedrichs und Günter Ahlfeld (beide BSV Salzwedel) sowie Christoph Sanftleben von Einheit Burg sind bei der Weltmeisterschaft in Sao Paulo dabei.

   

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