Die Basketballer des VfL Kalbe/Milde haben sich am Sonnabend vor einer beeindruckenden Kulisse den Landesmeistertitel gesichert. Der USC Magdeburg wurde auch im zweiten Spiel bezwungen. 85:70 hieß es nach der Schlusssirene.

Kalbe l Wer es nicht pünktlich in die Sporthalle an der Feldstraße schaffte, musste sich ein paar Meter weiter auf der Suche nach einem Parkplatz machen. Über 200 Zuschauer verfolgten das spannende Spiel. Und die kamen nicht nur aus der Westaltmakr. So wurde unter anderem Kraftsportler Oliver Beck aus Tangermünde unter den Zuschauern ausgemacht.

Das erste Viertel begann überhaupt nicht nach dem Geschmack der Gastgeber. Die USCler legten einen 5:0-Lauf hin. Nach drei Minuten gelang Marcel Manthey schließlich der erste Korb. Doch Magdeburg legte nach bis zum 10:2. Der VfL legte Minute für Minute die Nervosität ab und kämpfte sich heran. Beim 15:15 durch Harald Lotsch hatten sie den Gleichstand erzielt (8.). Danach ging der Gast zwar wieder in Front, doch Christian Mehlicke und Michael Berck sorgten per Dreier für die 23:19-Führung.

Die Partie blieb im zweiten Viertel äußerst spannend. Zunächst behaupteten die Lotsch und Co. den knappen Vorsprung und bauten ihn beim 23:21 oder 27:23 gar auf vier Körbe aus. Der USC gab nicht klein bei und nutzte jeglichen Fehler der Gastgeber konsequent aus. Der VfL führte zur Halbzeit dennoch mit 43:40.

Nach der Pause sollten die Kalbenser, die von der ersten Minute an frenetisch von ihren Fans angefeuert wurden, den Grundstein zum Erfolg legen. Die Landeshauptstädter blieben bis zum 49:47 dran. Doch Daniel Günther, Eric Lange und Manthey sorgten mit einem 7:0-Lauf für das 56:47 und eine Auszeit des USC, die überhaupt nichts einbrachte. Denn Lotsch und Günther erhöhten auf 60:47. Dies war die Vorentscheidung, was auch die Zuschauer sahen. Sie riefen bereits: "Landesmeister, Landesmeister - Hey, hey". Das dritte Viertel schloss Kalbe mit 68:52 ab.

Im vierten Viertel ließen die Gastgeber überhaupt nichts mehr anbrennen. Die Magdeburger versuchten, immer wieder angetrieben von Lange und Bank, eine Wende herbeizuführen, doch der VfL ließ sich von seine Mission: Landesmeisterschaft, nicht mehr abbringen. Die letzte Minute gab es Standing Ovations für die VfL-Spieler und nach der Schlusssirene gab es einen Jubelsturm, Tränen flossen und spontan wurde der Landesmeistertitel hinterher gefeiert.

Kalbe/Milde: Lotsch 15, Lange 6, Mehlicke 14, Günther 14, Drüsedau 3, Manthey 18, Czubkowski, Gericke 1, Lohse, Schröder, Berck 14.