Die Mitteldeutsche Oberliga ist für die Frauenmannschaft der SG Seehausen Geschichte. Am Sonnabend gab es das letzte Spiel, das daheim gegen den BSV Magdeburg mit 30:36 verloren wurde.

Seehausen l Dass es kein "Happy End" zum Ende der doch recht kurzen Saison (zwölf Mannschaften) für die Wischestädterinnen gab, lag nicht etwa an der Leistung zum Beginn der Begegnung.

Da sprühten die Altmärkerinnen förmlich vor Spielwitz und Tempo. Tina Fischer und Bianca Braune (jeweils drei Treffer) brachten ihre gastgebende Mannschaft mit 6:3 in Führung.

Als Johanna Willing in der 14. Spielminute das 11:7 für die Altmärkerinnen markierte, keimte durchaus Hoffnung auf, dass die Seehäuserinnen zum Abschluss der Serie ihren dritten Erfolg in der Mitteldeutschen Oberliga feiern könnten.

Der bis dahin gute Eindruck von ihnen geriet jedoch in der Folge ins Wanken. Die Frauen aus der Landeshauptstadt zogen zwar kein so elegantes Spiel auf, wie es einigen Konkurrenten des Feldes zuvor in der Wischelandhalle taten, doch sie waren sehr effektiv.

Zu viele Gegentore über die Abwehrmitte

Besonders in der Abwehrmitte ließen die Seehäuserinnen in der Folge sehr viel einfache Gegentreffer zu. Der BSV glich in der 20. Spielminute zum 11:11 aus. Seehausens Trainerin Anja Wachholz nahm danach die erste Auszeit.

Die fruchtete allerdings nur bedingt. Die eingewechselte Louisa Düsing traf zwischenzeitlich zum 12:11 für die Altmärkerinnen.

Danach aber übernahm der Gast aus der Landeshauptstadt das Kommando und zog auf und davon. Zur Halbzeit hieß es 16:13 für ihn.

Gleich zum Wiederbeginn besaßen die Gastgeberinnen erneut eine gute Spielphase, glichen durch Fischer in der 34. Spielminute zum 19:19 aus. Weil sie aber insgesamt erneut zu unkonzentriert spielten, verschafften sich die gegnerischen BSV-Frauen immer wieder Vorsprünge.

In der 49. Spielminute hieß es 25:31 aus Sicht der SG Seehausen. Das war praktisch bereits die Entscheidung in dieser Begegnung, die zum Abschluss eine Zäsur bereithielt.

Zäsur zum Ende der Saison

Wie angekündigt wurden danach gleich drei Spielerinnen aus den Reihen der SG verabschiedet: Torjägerin Johanna Willing, Allrounderin Christin Kracheel und die zuletzt als Linksaußen wirkende Maxi Redlich.

Die Seehäuser Frauenmannschaft spielt in der kommenden Serie wieder in der Sachsen-Anhalt-Liga.

Seehausen: L. Willing, Gebauer - Bäse 2, Braune 6, Fischer 8, J. Willing 10, Kracheel, Milchert, Schwander 2, Theis, Rozynek, Redlich 1, Düsing 1.

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