Die Bohlekegler des SV Binde haben am Wochenende zwei Heimpartien in der 2. Bundesliga absolviert. Am Sonnabend schlugen die Gastgeber den Neubrandeburger KV 3:0 (4:2) und gestern folgte ein 2:1 (3:3) gegen die Konkurrenz aus Stavenhagen.

Arendsee. Am Sonnabend war nach dem Sieg gegen die vermeintlich starke Konkurrenz die Freude groß, als am Ende ein mageres "Hölzchen" reichte, um den Heimsieg davonzutragen. Am zweiten Wettkampftag sah die Sache schon ganz anders aus. Drei Binder Spieler knüpften nicht an die Ergebnisse vom Vortag an, und die Quittung folgte auf dem Fuß. Der Zusatzpunkt ging auf die Reise.

SV Binde - Neubrandenburger KV 5268:52473:0 (4:2).

Der SV Binde hat am ersten Heimspieltag gegen Angstgegner Neubrandenburger KV wieder einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt vollzogen. Der Gast, so war das Ziel der Altmärker, sollte trotz seines starken Auftretens in fremden Gefilden besiegt werden. Schließlich hängt davon der Klassenerhalt der Binder in der 2. Bundesliga ab. Die Gastgeber legten sich dafür mächtig ins Zeug. Doch die Neubrandeburger waren nicht umsonst so gefürchtet. Schon die ersten beiden Starter, Zalinksi und Simdorn, hinterließen mit ihren Ergebnissen einen starken Eindruck. Mit 883 und 880 Holz glänzten sie auf der fremden Bahn. Nach dem Anfangsduo brachen die Neubrandeburger mit ihrem schwächeren Mittelblock etwas ein, so dass die Binder nach vier Athleten mit 15 Holz vorn lagen. Stefan Dombrowski erwischte jedoch einen rabenschwarzen Tag und kam lediglich auf 852 Holz. Zu schwach, um am Folgetag das Vertrauen der Mannschaft zu genießen. Gewohnt stark spielte an Position fünf Alf Schernikau (886), der aber im Tagesbesten Sven Wiesener (891) seinen Meister fand. Lutz Krüger zurrte mit seinen 881 Holz den Sieg der Gastgeber fest. "Es hätte insgesamt kein Holz weniger sein dürfen", fasste Mannschaftsleiter Reinhard Schulz zusammen, der entgegen seiner Ankündigung, er werde nicht spielen, doch antrat und mit 876 Holz nicht schlecht abschnitt. "Wir haben wieder viel Glück gehabt, das kann kein Zufall mehr sein", freute er sich und erklärte weiter, dass mit dem Sieg ein wichtiges Etappenziel erreicht sei und die Neubrandenburger so stark aufspielten wie erwartet.

SV Binde: B. Thiede 888 Holz, R. Schulz 876, Albrecht 885, Dombrowski 852, Schernikau 886, Krüger 881.

Neubrandenburger KV: Zalinski 883, Simdorn 880, Musch 865, Schwarz 858, Wiesener 891, Ladwig 870.

SV Binde - Blau-Weiß Stavenhagen 5271:52222:1 (3:3).

"Heute ist es nicht so gut gelaufen. Im Gegensatz zu gestern fehlte ein Holz. Das ist wohl ausgleichende Gerechtigkeit. Drei Mann waren nicht gut genug, darunter falle auch ich. Davon geht die Welt aber nicht unter", bilanzierte Mannschaftsleiter Reinhard Schulz. "Hätte der letzte Stavenhagener ein Holz weniger geschoben, wäre es 3:0 ausgegangen." Doch die Wirklichkeit sprach dagegen.

SV Binde: B. Thiede 873 Holz, R. Schulz 868, Albrecht 889, Behrens 889, Schernikau 870, Krüger 882.

BW Stavenhagen: Stahlberg 859, Huth 889, Wolfgramm 877, Wehrmann 866, Kuchenbecker 857, Strese 874.

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