Der SV Grün-Weiß Potzehne darf sich weiterhin - wenn auch nur geringe - Hoffnungen auf den Ligaverbleib machen, während der Möringer SV endgültig abgestiegen ist. Am Sonnabend gewann die Bremse-Elf auf eigenem Rasen das Derby gegen den MSV völlig verdient mit 3:0 (1:0).

Potzehne l Und um es vorwegzunehmen - es war ein sehr einseitiges Derby. Die völlig konsternierten Gäste, denen das Bismarkspiel vom Donnerstag noch in den Knochen steckte und die erneut ordentlich bei der eigenen Zweiten Personal plündern mussten, hatten in diesem Match keine Chance und durften am Ende auch noch froh sein, nicht noch höher - oder besser gesagt noch viel höher - verloren zu haben. Mit dieser Niederlage und nunmehr 17 Zählern Rückstand auf das rettende Ufer ist der MSV dann auch rechnerisch nicht mehr zu retten und muss den Gang zurück in die Landesklasse antreten.

Dagegen hofft man im Grün-Weiß-Lager weiter. Zu gerne würde man noch die zehn Zähler zum ersten Nichtabstiegsplatz aufholen und direkt die Klasse halten. Allerdings siegte Aschersleben bei Fortuna (1:0) überraschend. Doch auch der 14. Platz scheint noch interessant zu sein, vielleicht steht ja noch ein Relegationsmatch an. Da fehlen den Feldmann Co. nur noch vier Zähler zum VfB Germania Halberstadt II, der am Sonnabend in Burg (0:9) arg unter die Räder kam und an dessen Rettung die eigene Vereinsführung wohl nur sekundäres Interesse hat. Das könnte Potzehne nutzen.

Doch man darf nicht verschweigen, dass die Potzehner nicht nur ein oder zwei Torchancen in diesem Match liegen ließen, sondern gleich ein ganzes Füllhorn davon. Anders der MSV, der durch Philipp Kühne in Minute elf die erste und auch einzige Möglichkeit besaß. Die Gastgeber hielten sich in den ersten 45 Minuten - was die Torgefahr angeht - auch noch etwas zurück. Kretzschmann (33.) und Stolle (44.) verbuchten gute Möglichkeiten. Nach der Kretzschmann-Chance, die der gute MSV-Keeper Wittrien zur Ecke abwehrte, fiel aber das 1:0. Nach Ecke von Seeger verlängerte Stolle das Leder im 16er und am langen Pfosten brauchte Küllmei bloß noch einzuschieben.

Potzehner binden den Sack endgültig zu

Apropos Pfosten - mit dem standen die Potzehner an diesem Tag wohl auf Kriegsfuß, denn gleich zu Beginn der zweiten Hälfte stand er erst Krehl und wenige Augenblicke später noch Seeger im Weg und verhinderte das 2:0. Als dann Krehl (52.) ihn erneut nur touchierte, hätten die Potzehner das Gestänge gern des Sportplatzes verwiesen. Dass es aber doch gehen kann, bewies dann Wehrmeister (60.), der nach Kretzschmann-Vorarbeit locker zum 2:0 einnetzen konnte. Und damit nicht genug. Der Torschütze revanchierte sich in Minute 71 noch beim vorherigen Vorlagengeber und servierte ihm einen Freistoß genau auf die Birne, so dass Kretzschmann per Kopf das 3:0 erzielen konnte. Damit war der Käse gegessen, obwohl es die Gastgeber verpassten, gegen nun aufgebende Möringer weitere Treffer nachzulegen.

Torfolge: 1:0 Jan Küllmei (31.), 2:0 Nico Wehrmeister (62.), 3:0 Fabian Kretzschmann (73.).Vorkommnisse: Keine. SR: Marco Uhlmann.